Heute morgen war es endlich soweit. Nachdem wir wussten, dass wir auf der Reise eine ganze Zeit auf unseren Hintern verbringen werden, haben wir beschlossen, in der Früh daheim noch (im strömenden Regen) eine Runde Laufen zu gehen.
Danach mussten wir leider feststellen, dass durch das schlechte Wetter die letzten Tage der Vorrat an Warmwasser ziemlich begrenzt ist. Kurz nach elf dann schnell die Plastikponchos aus Berlin übergezogen und ab mit uns zum Flughafen.
Klappt alles ganz gut, inklusive Vesper besorgen am Bahnhof in Nürnberg und wir sind knapp zwei Stunden vor Abflug am Flughafen. Große Überraschung: am Air France-Schalter ist so gut wie nix los, so dass wir in kürzester Zeit unser Gepäck loswerden und auch durch die Security geht es ziemlich flott. Auf dem kurzen Flug nach Paris gibt es leider nicht viel zu sehen, weil der HImmel komplett von Wolken bedeckt ist. Dort angekommen noch kurz auf den Bus zum anderen Terminal warten und schon sind wir in Terminal 2E und suchen nach dem Gate L42. Und wir müssen feststellen, dass fünf Stunden Aufenthalt in Charles de Gaulle ganz schön lang werden können. Wir können die Zeit mit etwas Wein und unserem Vesper aus Nürnberg etwas verkürzen, aber die Zeit bis halb neun zieht sich.
Ich wundere mich schon, dass zur Boarding-Zeit nicht schon eine große Traube am Gate steht (Bei unserem Spaziergang vorhin war an den Gates mit Abflug nach New York JFK und Newark eine Riesen-Menschenmasse zu sehen) Zuerst sollen die Passagiere in den hinteren Reihen einsteigen und kurz drauf dürfen wir auch rein. Unsere Plätze am Notausgang sind der Hit, Beinfreiheit ohne Ende. Mit etwas Verspätung geht es dann endlich los. Der Eindruck beim Einsteigen war übrigens richtig, der Flieger ist höchsten zu einem Drittel gefüllt - komisch, das habe ich fast noch nie so erlebt. Nach dem Essen zieht Gitta um uns legt sich auf einer Dreierreihe flach und versucht, etwas zu schlafen. Ich höre erst noch ein bisschen Musik und tues es ihr dann gleich und schnappe mir eine andere leere Reihe. Auf diese Weise bekommen wir doch ein paar Stündchen Schlaf, mich dreht es danach trotz der leichten Turbulenzen noch immer wieder weg. Gegen 11 Uhr Ortszeit sind wir dann mit etwa einer halben Stunde Verspätung endlich auf Mauritius angekommen. Dort angekommen schickt und der Passbeamte erst mal wieder zurück - wir haben das von ihm gewünchte Formular leider nicht ausgefüllt vorlegen können. Also noch mal zurück, das Formular ausfüllen und beim zweiten Versuch klappt die Einreise dann auch.
Die Suche nach unserem Transport gestaltet sich etwas schwieriger als gedacht, keiner der Firmen in der Halle kennt LMX, unseren Veranstalter. Am Schalter 19 finden wir dann zum Glück meinen Namen und kurze Zeit später sind wir dann in unserem Minibus-Shuttle. Nach einer Zwischenstation, wo wir ein anderes Paar absetzen sind wir dann - nach gut 24 Stunden Reise, inklusive einer Vollbremsung mittendrin - endlich im Coin de Mire in Cap Malheureux angekommen.

Der erste Eindruck ist prima, ein schön kleinteiliges Hotel, wir bekommen ein schönes Zimmer im 2. Stock mit Blick auf den Stand. Den untersuchen wir dann nach dem Auspacken - auch der mach einen tollen Eindruck, hier kann man es aushalten. Nach einem Cocktail an der Poolbar und einer Siesta auf dem Zimmer ziehen wir dann los zum Abendessen. Das pass ins Bild auch hier ein super-leckeres Buffet, ich bin mir sicher, hier werden wir die zwei Wochen immer was zum satt werden finden. Danach reicht es und wir beschließen, heute früh ins Bett zu gehen. Morgen erst mal Frühstücken und dann sehen wir weiter - keine großen Pläne, mal treiben lassen