Nach der vielen Natur und dem ausgiebigen Strandfeeling der letzten Tage machen wir uns heute mal auf in die große Stadt.
Das Ziel heute Port Louis, die Haupstadt von Mauritius an der Westküste der Insel. Wir haben und vorgenommen, dieses Mal die öffenlichen Verkehrsmittel zu nutzen. Also mal fragen an der Rezeption, wo denn der Bus dorthin wegfährt. Antwort: "aus dem Hotel raus rechts und dann bis zum Sitz." - so meine ziemlch wörtliche Übersetzung.
Also raus und rechts. Halt, stop, die vor dem Hotel stehenden Taxerer wollen auch Geschäft machen und versuchen uns mit der Frage, ob wir wissen, wie lange es mit dem Bus bis dort hin dauert, aus der Reserve zu locken. Aber wir bleiben eisern bei unserem Plan, und auch von ihnen kommt eine ähnliche Antwort: dort hinten, bei dem Allrad, da ist die Bushaltestelle. Also gehen wir dort hin und finden eine Bank (englisch: Seat - Sitz) und einen Abfalleimer. Könnte eine Bushaltestelle sein.
Kurz darauf hält dort auch ein Minibus und bietet uns an, uns für 120 Rupien (2.40€) mitzunehmen. Klingt besser als die 50€ Taxi, also steigen wir ein und fahren mit bis Grand Baie, von wo aus es einen Expressbus geben soll. Dank der Fahrtkünste des Fahrers ist das in ein paar Minuten erledigt und wir machen uns auf die Suche nach dem weiteren Bus. Geht eigentlich fix und schon sitzen wir drin. Kurz bevor es los geht, kommt der Busfahrer, kassiert für jeden von uns 48 Rupien - knapp einen Euro - und macht alle Fenster zu, was wir zuerst nicht ganz verstehen, die Luft im Bus is ganz schön stickig. Des Rätsels Lösung: er hat die Klimaanlage angemacht. Das hätte wir dem etwas älteren Bus mit Handschaltung gar nicht zugetraut.
Auf dem Weg aus Grand Baie raus hält er noch ein paar Mal und dann geht es über die Autobahn in die Hauptstadt. Dort angekommen, versuchen wir uns erst mal mit Google Maps zu orientieren enden in den Markthallen, wo es ganz viel frisches Obst, Gemüse und Gewürze gibt - fast wie auf einem arabischen Basar. Danach laufen durch die Straßen rauf zu einer Kirche (laut Google eine Kathedrale). Drinnen ziemlich schlicht aber es probt gerade der Kinderchor - kling gut. Dann orientieren wir uns zur Zitadelle. Zuvor müssen wir aber noch den steilen Berg dort rauf erklimmen, bei der Sonneneinstrahlung haut uns das ziemlich den Schweiß raus. Oben angekommen müssen wir feststellen, dass man die Zitadelle nicht besichtigen kann. Auch ein Busfahrer, der auch mit seiner Gruppe dort ist, weiß nicht, warum. Eigentlich sollte sie offen sein. Na wenigstens können wir die Aussicht auf die Stadt und den Hafen genießen und tappen danach wieder den Berg runter ans Wasser.
Unten angekommen orientieren wir uns nach der "Waterfront", nachdem sowohl das Sklaverei- als auch das Postmuseum am Wochenende geschlossen sind. Wir enden in einer Kneipe am Wasser, wo wir unseren Durst mit Bier/Radler und unseren Hunger mit Panini/Salat stillen. Danach muss ich erst mal alleine zur Bank weil die leider keine Kreditkarten akzeptieren und ich Bargeld brauche. So gestärkt bummeln wir durch die Ladenzeile am Wasser und sind erstaunt über die Gegensätze: Hier Läden wir wohl allen anderen Großstädten auch, wo ein T-Shirt 30€ kostet und nur über die große Straße drüber habe ich mir 2 für 10€ gekauft und das waren bei weitem noch nicht die billigsten, die von den Händlern direkt auf der Straße verkauft werden.
So langsam reicht es uns dann und wir machen uns auf die Suche nach dem Bus zurück nach Grand Baie. Als wir dort angekommen sind, wo wir augstiegen sind, steht dort auch ein Bus mit der passenden Aufschrift, wir steigen ein und kurze Zeit später sind wir auch schon unterweg. Nach einer guten halben Stunde wir am Ziel, gehen dort noch schnell in den Supermarkt, decken und mit Wein für heute Abend ein und suchen nach dem Bus zum Hotel. Auch der ist leicht zu finden und wir fahren durch die Nacht (Sonnenuntergang ist hier ziemlich genau um 6) bis fast direkt vors Hotel. Dann noch schnell in die Dusche und ab zum Abendbuffet. Morgen lassen wir es etwas ruhiger angehen. Fazit: Mit dem Offis kommt man hier sehr günstig auch prima ans Ziel.
