Das war ein Tag! Eigentlich hatten wir uns die Anreise so vorgestellt:

   Um 3 aufstehen und nach einem Kaffee in aller Ruhe zum S-Bahnhof fahren und mit S- und U-Bahn zum Flughafen, dort wenig los, alles nach Plan, der Flug nach Paris auch pünktlich und das neue Terminal dort ist auch gleich gefunden. Wir waren dann auch noch unter den ersten, die eingestiegen sind. Alles entspannt und wir rollen zur Runway mit dem Ziel Salt Lake City...

   Dann wird es allerdings komisch: Der Flieger bleibt auf einmal stehen und die zum Start ausgefahrenen Flügel werden eingefahren. Kurz darauf eine Durchsage vom Kapitän: Es gibt ein mechanisches Problem, welches zuerst untersucht werden muss. Wir rollen zu einem abgelegenen Bereich (wo auch etwas weniger Wind geht) und wo sich die Mechaniker umsehen können. Das Problem: Der Starter des linken Triebwerks. Mit nur einer Turbine über den großen Teich ist schlecht. Und das zieht sich dann: geplante Startzeit: 10:45, nach einigen Runden vertrösten und auf und ab rollen wir dann gegen 14:00 das zweite Mal zur Startbahn. Und dieses Mal klappt es auch, allerdings haben wir nach 3 Stunden im Flieger sitzen jetzt noch 10h30 Flug vor uns - schönen Gruß vom Sitzfleisch...

   Zum Glück geht dann alles glatt: Lecker Essen, gute Unterhaltung, Rotwein inklusive (hicks...) und ein sehr aufmerksames Kabinenpersonal. Ich schaffe es sogar, zwischendrin eine Stunde wegzunippeln. Aber trotzdem zieht sich die Zeit. Unterwegs erzählt der Kapitän dann noch, dass es spitz auf Knopf stand: Wenn die Reparatur noch 5 Minuten länger gedauert hätte, hätten sie den Flug absagen müssen, weil das Kabinenpersonal dann über die erlaubte tägliche Arbeitszeit gekommen wäre.

   Auch der ewige Flug hat dann irgendwann ein Ende, Immigration geht schnell (mit Ausnahme von Gitta's Fingerabdrücken...die sind nicht fett genug) - aber deutlich zügiger, als ich es von LA gewohnt bin. Die Koffer sind auch da, also schnell raus, das Auto holen und ab ins Quartier. Auto holen geht schnell, null Schlange, Adresse ins Navi und los. Als wir am Quartier ankommen, ist Jodi, unsers Vermieterin gerade vor dem Haus, begrüßt uns herzlich und führt uns durch ihr kleines Häuschen. Hier kann man es aushalten -total süß eingerichtet.

   Eigentlich sind wir schon platt, aber um etwas zu Essen zu haben, fahren wir noch schnell in den Supermarkt und decken und ein. Gitta kämpft dort schon mit der Müdigkeit und dem Überfluss, aber wir bekommen das hin, machen uns noch einen Salat und dann fallen wir wie die Steine ins Bett...