So langsam wird es mit der Schlaferei und der Zeitumstellung.

   Das liegt vielleicht auch an dem angenehmen Bett hier in unserer Bude. Jedenfalls haben wir es bis fast um 7 geschafft zu schlafen. Also nicht ganz so einfach, heute viel früher an die Piste zu kommen. Aber wir sind ja im Urlaub und nicht auf der Flucht. Ein Blick aus dem Fenster sagt uns, dass es heute ein toller Tag werden könnte.

   Auf jeden Fall wollen wir heute noch kurz vorher einkaufen, damit wir abend nicht vor leeren Theken stehen (so wie in San Francisco, als es abends kein Wasser mehr gab) Den Supermarkt, den wir heute ansteueren (Smith's) kennen wir schon vom letzten Jahr aus Salt Lake City. Und trotzdem sind wir wieder ziemlich am Suchen, bis wir alles beisammen haben.

   Dann aber nichts wie los auf den Highway 580 Richtung Reno und dann links hoch in die Berge. Auch heute wieder blinken die Lichter neben der Straße, was uns sagen soll: entweder Ketten oder Allrad oder Du nix hier hoch... Heute schaffen wir es auch in den von Google berechneten 45 Minuten bis hoch zum Parkplatz bei strahlendem Sonnenschein. Die Talstation liegt hier auf 8260 Fuß, also gut 2500m, worauf die hier ziemlich stolz sind (die höchste Talstation in der Tahoe Area). Also noch schnell die vorab gekauften Tickets abgeholt. Und kurze Zeit später noch mal, weil Claus wieder mal nicht bei den Anweisungen, wie die zu befestigen sind. richtig zugehört hat. ;-)

   Nach dieser kleinen Hürde rutschen wir zum ersten Lift und fahren hoch. Gitta trifft fast der Schlag, als sie feststellt, dass der Lift keinen Bügel vorne hat, man sich also auf sein Gewicht verlassen muss, um nicht rauszufallen. Das wird noch getoppt vom Anfang der ersten Piste, bei der man nicht sehen kann, wo es daneben hingeht. Die Höhenangst lässt grüßen. Also besser wieder rüber in den Bereich der grünen Pisten, die aber ziemlich flach sind. Vor der Mittagspause fahren wir dann doch noch mal den Ohne-Bügel-Lift hoch und versuchen uns an einer blauen, dort steht oben: more difficult. Und so ist es auch, die ist zum Teil ganz schön steil, aber schöner griffiger Schnee drauf. Und so meistert Gitta auch diese Piste, die in Österreich mindestens rot wäre. Das ist etwas komisch hier, der Schritt von den grünen zu den blauen Pisten hier ist ein ziemlich großer. Im Gegensatz dazu angenehm ist, dass es heute hier so gut wie keine Wartezeiten an den Liften gibt.

   Gegen halb zwei reicht es uns dann erst mal und wir kehren in der Lodge unten am Parkplatz ein. Kaffe, Cookies, Miniolas und Sandwich, das gibt wieder Kraft für den Nachmittag. Es ist schon gegen halb drei, als wir die Lodge wieder verlassen. Gitta bleibt im grünen Bereich und ich fahre mal ganz hoch und in die Side Bowl rein, ein eigener Bereich, den man auch direkt mit dem Auto anfahren kann. Von dort oben hat man eine Wahnsinns-Aussicht über die gesamte Umgebung, auch hier in der Gegend sind die Berge viel weitläufiger, als man es von den Alpen kennt.

   So schnell fahren (Maximum 60km/h) geht auch in die Knochen und nach vier Abfahrten kreuz und quer über die verschiedensten Pisten mache ich mit wieder auf die Suche nach Gitta. Das klappt dann auch ganz gut und wir beschließen, es für heute gut sein zu lassen und fahren wieder zurück Richtung Carson City. Eigentlich wollen wir im Supermarkt an der warmen Theke was mitnehmen, aber da springt uns nicht wirklich was an. Also stöbern wir noch ein bisschen durch Carson City und stellen fest, dass es doch so etwas wie einen Stadtkern gibt. Essenstechnisch werden wir dann beim Chinesen fündig, wo man sich auch zum Mitnehmen am Buffet bedienen kann, abgerechnet wird dann nach Gewicht.

 Das haben wir jetzt noch vor uns, wie es geschmeckt hat, erfahrt Ihr morgen, wenn wir von Boreal zurück sind.