Hmm, um kurz vor drei aufstehen ist nicht das Gelbe vom Ei. Und dann noch an einem Sonntag! Aber was tut man nicht alles für einen Urlaub.

   Also schnell raus, duschen, Kaffee (ganz wichtig!), dann ab in die Klamotten, noch den Rest klar Schiff machen im Haus, die Koffer ins Auto und ab. Noch einen kurzen Abstecher in Eibach und Papa mitnehmen, der das Auto wieder mit vom Flughafen nimmt. Den Verkehr um halb vier am Sonntag morgen hätte Gitta gerne mal gehabt, wenn sie in die Arbeit fährt. Dementsprechend flott geht es durch die verschlafene Stadt und wir sind kurz vor fünf am Flughafen.

   Dort ist es dann nicht mehr ganz so ruhig und zum Glück fliegen wir nicht nach Hurghada, denn an dem Schalter steht eine Riesenschlange. Bei KLM sieht es deutlich besser aus, es gibt nur Verzögerungen von Helden, die glauben, ohne ESTA einen Flieger in die USA besteigen zu können. Aber das überstehen wir auch und werden unsere Koffer los. Es hat sich aber soweit verzögert, dass wir fast direkt in den Bus zum Flieger einsteigen können – perfekt. Das nützt aber alles nix, wenn in Amsterdam Nebel ist, wie uns der Kapitän höchstpersönlich mitteilt, wir werden wohl eine Verspätung von ca. 40 Minuten haben. Zum Glück haben wir in Amsterdam drei Stunden Zeit zum Umsteigen, so dass uns das – außer den extra Minuten warten – kaum was ausmacht. Der Flug an sich ist dann – bis auf ein paar „todesbringende“ Turbulenzen schnell erledigt, und damit es ganz schnell geht, knallt der Pilot den Flieger ziemlich unsanft auf die Piste.

   In Amsterdam angekommen versorgen wir uns erst mal mit dem Notwendigsten (Kaffee!), einige stöbern noch durch den Duty Free und machen und dann auf zum Gate für den Weiterflug. 11 Stunden sind dann doch eine ganze Menge, auch wenn man sich die Zeit mit Filmen einigermaßen vertreiben kann. Da ist dann Sitzfleisch angesagt.

   Kapstadt empfängt uns in der stockfinsteren Nacht, aber es ist deutlich wärmer hier, die wame Jacke bleibt über dem Arm. Nach der Passkontrolle (mit einem rügenden Blick an Gitta) holen wir uns noch schnell das Leihauto und navigieren uns – durch den Linksverkehr – in unser Quartier. Das Einchecken gibt uns noch ein paar Denksportaufgaben, aber gegen halb zwei sinken wir dann erschöpft in die Kissen und träumen dem Urlaub entgegen.