Samstag morgen, 3:00 h und der Wecker klingelt… Was zur Hölle soll das? Ach ja, heute ist früh aufstehen angesagt, um 4:41 h geht die S-Bahn Richtung Flughafen. Gähn – auf in den Urlaub!
Also schnell einen Kaffee geschlürft und die letzten Vorbereitungen getroffen: Vesper machen, Kater versorgen, kurz in die Dusche, das letzte dreckige Geschirr sauber machen und dann ab durch das nächtliche Limbach Richtung Bahnhof. Bisher noch keine Hiobsbotschaften von der Lufthansa, so wie es aussieht, haben wir diesmal Glück und der Flug nach Frankfurt wird nicht storniert.
Vor dem Einsteigen in die U-Bahn in Nürnberg noch der fassungslose Blick auf die ach so armen jungen Leute, denen ein VAG-Mensch versucht, die Maskenpflicht zu erläutern – ein sinnloses Unterfangen, bei dem er sich nur aggressive Sprüche einhandelt – der arme Kerl. Auch in der S-Bahn ein – angeblich – von der Maskenpflicht befreiter junger Mann… schwer zu glauben.
Am Flughafen angekommen dann ein kurzes Stutzen beim Anblick der Schlange am Check-In. Das sah beim letzten Flug nach Salt Lake City aber besser aus. Zum Glück sind wir eine gute Stunde vor Abflug da und nach dem der Koffer aufgegeben ist (23.5kg!) geht es dann an der Security sehr flott und wir kommen gut durch den 20-minütigen Flug nach Frankfurt.
Dort angekommen orientieren wir und nach dem Abfluggate und gönnen uns noch ein kleines Frühstück im Café und vertreiben uns danach die Zeit in recht bequemen Sesseln in einer Ruhezone, bis und das dort hängende Display darüber informiert, dass es Zeit ist, einzusteigen. Die Schlange dort schaut noch viel länger aus, aber es dauert nur ein paar Minuten, bis wir durch das Gate sind und runtergehen zum Bus, der uns zum Flieger bringt. Der Flieger ist rappevoll, inklusive ein paar Babys, mal sehen, wie die den Flug genießen können.
Ein Display am Vordersitz gibt es leider in diesem Flieger genauso wenig wie ein Essen und Getränke – zumindest was über eine kleine Flasche Wasser hinausgeht – Sparmaßnahmen bei der Lufthansa. Zum Glück haben wir vorgesorgt und uns zwei leckere Vinschgerl und zwei Piccolo von zu Hause, beziehungsweise vom Duty-Free mitgebracht.
Wir kommen pünktlich los und steigen rasch durch die Wolken, so dass uns die Sonne bald auf dem Weg in den Urlaub begrüßt. Orientierung ohne Karte ist leider schwierig, aber irgendwann sagt der Kapitän, dass wir jetzt über die Biskaya fliegen, dann über Porto und von dort aus über den Atlantik Richtung Madeira. Über die immer mal wieder plärrenden Babys legen wir besser mal den Mantel des Schweigens.
In Madeira angekommen, zahlt sich die Mühe aus, dass wir die Impf- und Testnachweise vorab schon hochgeladen haben. Es steht zwar eine Schlange, die aber schnell abgearbeitet wird. Nach der Vorlage unseres QR-Codes können wir dann an den meisten wartenden vorbei marschieren und raus aus dem Gebäude. Nach einem kurzen Anruf kommt unser Vermieter mit dem Auto vorgefahren und bringt uns in unser neues Heim. Unterwegs nötigt er uns fast, dass wir gleich einkaufen gehen (er muss das auch…) und wir müssen uns erst mal sammeln, was wir denn eigentlich wollen. Das hat dann zumindest den Vorteil, dass wir nicht nach dem Einzug gleich wieder los müssen, um uns mit Lebensmitteln zu versorgen. Die Fahrt durch die Berge zu unserem Quartier ist voll nach Gitta’s Geschmack, sie „genießt“, wie Joachim hier durch die Kurven braust. Spaß beiseite, er fährt schon einen flotten Reifen, kann man aber nur machen, wenn man seit über 20 Jahren hier auf der Insel wohnt und die Straßen so gut kennt.
Oben angekommen, stellen wir erst mal fest, dass es die 180 Stufen zum Haus runter geht. Wobei, Stufen ist etwas übertrieben, ich würde eher sagen ausgewaschene Absätze. Der Abstieg lohnt sich und wir kommen bei unserer neuen Bleibe an und sind überwältigt von der Ruhe und der Aussicht runter aufs Meer.
Wir machen uns einen Kaffee und genießen ihn im Schatten vor dem Haus. Möglichkeiten, sich hinzusetzen gibt es zu Hauf, die werden wir wohl alle mal durchprobieren.
Nach einer Riesenportion Nudeln mit Shrimps und Tomaten sitzen wir dann vollgefuttert am Aussichtspunkt und schauen einfach mal der Sonne beim Untergehen zu. Ach ja, habe ich schon erwähnt, dass wir hier im Eid-echsenparadies wohnen? Ständig raschelt es irgendwo auf der Terrasse oder man sieht eines der Tiere in der Sonne liegen.