So, so langsam wird es doch urlaubsähnlicher. Der Stress der letzten beiden Tage fälllt langsam ab und wir fangen an zu genießen.
Obwohl, eine Sache ist da noch: Gitta hat wirklich nur einen begrenzten Umfang an Klamotten, da ihr Koffer noch nicht da ist. Wir genießen trotzdem erst mal das Frühstück auf der Terasse und landen kurz darauf alle zusammen im Pool und genießen die Wärme und das erfrischende Wasser.
Als Ella dann platt ist und auf den Mittagsschlaf zusteuert, ziehen Gitta und ich los auf die Suche nach was zum Anziehen für sie. Allzuweit wollen wir eigentlich nicht fahren, also probieren wir erst mal ein kleines Einkaufszentrum, welches laut Google Maps nicht allzu weit weg ist. Dort sind zwar nicht di großen Knüller zu finden - und schon gar kein Chanel-Tuch - aber zumindest für einen schicken Bikini reicht es dort. Ein paar Häuser weiter landen wir dann in einem kleinen Laden - oder soll ich Boutique sagen? Dort spricht zwar die Chefin kein Englisch, aber mit Hilfe der Teenie-Tochter klappt dann sowas wie eine Verständigung und Gitta findet ein Kleid. Noch mal zwei Häuser weiter wird sie weiter fündig und wir schlagen uns mit Händen und Füßen und ein paar Brocken englisch/italienisch mit der Be-dienung durch. Das reicht uns dann erst mal und wir fahren noch, um für das Essen heute und morgen einzukaufen. Gut bepackt kommen wir wieder zurück und stelllen dabei fest, dass ein Stück die Straße runter das ganze Gebüsch auf einem unbebauten Grundstück brennt. Na hoffentlich bleibt uns das vom Leib. Für Ella ist das ganz schön beeindruckend und sie möchte am liebsten ins Haus und in Sicherheit. Ich weiß nicht so recht, wie ich damit umgehen soll und informiere erst mal unseren Vermieter, der sich auch darum kümmern will. Einige Zeit später sieht es so aus, als ob der Qualm weg ist. Von einer Feuerwehr haben wir weit und breit nichts mitbekommen.
Fürs Abendessen bemühe ich mich dann, den Grill in Betrieb zu nehmen. Am Anfang klappt das auch ganz gut, der Wind hilft gut mit, aber als ich dann das Fleisch auflegen will, ist kaum mehr Hitze da. Das Ende vom Lied nach ein paar weiteren Versuchen: Ich werfe das Fleisch und die Würstchen in zwei Pfannen auf dem Gasherd. Zusammen mit dem Salat und Zaziki von Gitta schlagen wir uns dann die Wampe voll.
Den Tag beschließen wir dann bei Wein und Prosecco und einem Kartenspiel namens "Blitzdings" wieder auf der Terrasse, ohne dass es nennenswert wärmer geworden wäre. Mal sehen, was der Tag morgen hergibt. Kurz vor dem Ins-Bett-Gehen kommt dann noch die erlösende Nachricht: Gittas Koffer hat es jetzt auch nach Catania geschafft, die Lufthansa will sich melden, sobald sie einen Lieferanten gefunden haben, der den Koffer herbringt. Damit steigt die Laune um einiges und wir fallen müde und zufrieden ins Bett.