Ich freue mich sehr, Euch mitteilen zu können, dass wir es nach drei Tagen (!) endlich geschafft haben, die Anreise abzuschließen.

   Aber der Reihe nach: Nach einer eher weniger erholsamen Nacht (Zahnschmerzen lassen grüßen) beginnt auch der heutige Tag wieder mir ganz viel Sonne und Wärme.

   Frühstück wie immer auf der kleinen Terasse am Haus. Kurz danach die nächste Mail von der Lufthansa: Wir haben den Transport Ihreres liegengebliebenen Koffers an einen Agenten übergeben und diser wird sich sobald wie möglich mit Ihnen in Verbindung setzen, um den Koffer zuzustellen. So lange wollen wir aber nicht warten und packen alles zusammen für einen Strandtag. Laut Google Maps soll es nördlich von Riposto einen Sandstrand sehen (und auch von hier unten am Strand sieht das nicht soo steinig auch, wie hier vor Ort.

   Also alle rein ins Auto und ab, am Strand entlang Richtung Strand, mitten durch die malerische Kleinstadt Riposto. Als dann die Häuser aufhören kommen die ersten Strände hervor und wir suchen einen Parkplatz. Das geht noch ganz easy, schwieriger wird es mit der Bezahlung der Parkuhr. Wenn mein Italienisch reicht, ist der Automat außer Betrieb. Auch gut, dann kann ich auch nix zahlen. 

   Am Stransbad feilschen wir noch ein bisschen mit den Besitzern, schließlich werden wir mit Ella sicher nicht den ganzen Tag am Strand durchhalten. Der Sand entpuppt sich als mehr oder weniger kleine Kiesel. Das hat den Vorteil, dass das Wasser klitzeklar ist, man aber genau aufpassen muss, wo man seine Füße hinsetzt. Wir alle - und am meisten Ella haben ziemlich Spaß mit den Wellen und all den Dingen, die man hier erkunden kann. Je später es allerdings wird, desto unbarmherziger knallt die Sonne herunter, so dass die meisten von uns die Flucht unter die Sonnenschirme antreten.

   Kurz vor Mittag streichen wir dann die Segel, packen alles zusammen und rollen zurück zu unserem Häuschen. Dort bekommt Ella dann ihren Mittagsschlaf und auch ich mache mich dran, ein bisschen Schlaf von heute Nacht nachzuholen. Mit der frisch aufgewachten Ella machen sich Jenny und Sophie danach auf den Weg zu einem Spielplatz unten am Strand. Beurteilung: Der wäre in Deutschland nie und nimmer durch den TÜV gekommen, wir haben jeden Augenblick damit gerechnet, dass er von Pennern in Besitz genommen wird. Gitta und ich schenken uns die Sonne und bleiben in der Kühle des Hauses und faulenzen einfach noch ein bisschen. Kurz nachdem die anderen drei wieder da sind, klingelt mein Handy: Der Lieferant mit dem Koffer steht von dem Tor und wartet auf Einlass. Er hat für Gitta noch ein Schmankerl und sucht eine Weile, bis er den kleinen Koffer dann in seinem Lieferwagen endlich findet. Damit ist dann auch die Anreise am Donnerstag Abend - nach Start am Montag früh endlich abgeschlossen und Gitta kann klamottentechnisch wieder aus dem Vollen schöpfen.

   Abendessen gibt es dann auf der Terasse am Pool (klingt das recht angeberisch?) und dieses Mal reicht die Menge und wir sind alle bis zum Rand vollgestopft. Mal sehen, was der Tag morgen bringt, wir werden den heutige sicher gemütlich auf der Terasse verbringen und die sinkenden Temperaturen genießen.