So, es neigt sich dem Ende zu, unsere Krankheit allerdings nicht. Nachdem die Mädels auf einen Flug nach Wien umgebucht wurden und unser Flug nach München eine ganze Zeit später geht, und wir wahrscheinlich ein Problem hätten, all unser Zeug zu den 5 Personen ins Auto zu bekommen, fahre ich heute zwei Mal zum Flughafen.
Das erste Mal mit Jenny, Sophie und Ell (die sich ganz nebenbei noch das Frühstück noch mal durch den Kopf gehen lässt). Kaum habe ich das Terminal verlassen, sehe ich Jennys Handy auf dem Beifahrersitz liegen. Also noch mal zurück, Sophie anrufen und warten. Sophie kommt ziemlich zügig und die erste Tour ist erledigt. Also wieder zurück, Gitta und unser Zeug holen und Abschied nehmen von dem süßen kleinen Haus von Michele und wieder ab zum Flughafen. Dort noch eine Tankstelle suchen und nachfüllen und dann das Auto zurückgeben. Dort trifft uns fast der Schlag: die zwei Felgen auf der rechten Seite sind angeschrammt und werden vom AVIS-Angestellten bemängelt. Ich kann mich zwar nicht erinnern, wann das passiert sein soll aber er bleibt stur uns präsentiert uns einer Rechung über 950€. Uns bleibt also nichts übrig ansosten werden wir das Auto nicht los. Passt irgendwie zum Gesamteindruck dieses Urlaubs.
Dann mal rüber ins Terminal und Einchecken. Das haut einigermaßen hin, dafür sorgt die Security für den nächsten Aufreger: Eine Dame von dort ist der Meinung, dass wir an eine anderen - mit wesentlich mehr Leuten besetzte - Schlange gehen müssten. Auf meine Nachfrage warum, kommt - nach etwas überlegen - "because it is my work". Also auf Deutsch: weil sie es gerade so will. Auch das bringen wir hinter uns und komme mehr als rechtzeitig in der Abflughalle an. Dort versuchen wir, uns mit einem ausführlichen Frühstück wieder zu beruhigen. Beim Einsteigen die übliche Hektik, die aber auch vorbei geht und einige Zeit später sitzen wir auf unseren Plätzen.
Der Flug über Mittelmeer und den italienischen Stiefel bietet einige schöne Aussichten - zum Beispiel auf die Buch von Neapel - aber auch zu Gittas Leidwesen, ein paar Turbulenzen, die uns durchschütteln. In Müchen kommen wir nahezu planmäßig an, aber auch dort ist das Personal überlastet und es dauert ewig, bis unser Koffer endlich kommt und wir feststellen müssen, dass Gittas Koffer auf dem Flug kaputt gegangen ist. Die Schlange am Lost&Found ist ganz schön lang und ich suche im Internet nach anderen Optionen und stelle fest, dass man das auch Online machen kann. Also schnell noch ein paar Fotos gemacht und raus auf die Suche nach dem Bus nach Nürnberg.
Der lässt eine Weile auf sich warten und als er kommt, muss er erst mal auf ein paar kleine Shuttlebusse warten. Bevor er dann auf den endgültigen Platz rollt, will er noch die Tür zu machen - die aber sofort wieder aufgeht. Nachdem das auch nach ein paar Mal probieren (und mit irgendjemanden telefoniern) nicht klappt, schwant mir schon, dass wir auch hier zum Service Center müssen, um eine Alternative zu bekommen. Wir haben aber Glück und irgendwann klappt es dann doch, wir laden unsere Koffer ein und nehmen Platz in den sehr komfortablen Sitzen und rollen über die Autobahn in Richtung Flughafen Nürnberg. Dort kommen wir dann auch pünktlich and, gehen runter zur U-Bahn und fahren zum Bahnhof.
Dort geht es dann weiter mit den Pannen - die S-Bahn hat Verspätung, aber zum Glück nur 10 Minuten. Eine halbe Stunde später sind wir dann endlich daheim und legen erst mal die Füße hoch. Ich glaube, das ist das erste Mal in meinem Leben, dass ich heilfroh bin, wieder daheim zu sein. Das waren einfach zu viele Dinge, die schief gegangen sind: Flug nach Frankfurt verspätet, Anschluss verpasst und die erste nach in Darmstadt. Dadurch bedingt das Leihauto stornieren und neu buchen, dann fehlt Gittas Koffer, dann werden der Reihe nach alle krank (was sich am Tag nach unserer Rückkehr als Corona entpuppt), das beschädigte Leihauto, die Mädels nach Wien umgebuch und dann dort sitzengeblieben, weil der Flug nach Leipzig storniert wurde. Es kann beim nächsten Mal nur besser werden.