Diesmal also eine neue Route: Von München über Rejkjavik nach Denver. Die Anreise nach München zum Flughafen geht absolut problemlos, Mama und Papa setzen uns am Flughafen ab und wir orientieren uns zum Check-In.
Dort angekommen, erst mal ein kurzer Schreck: dort steht eine Riesen-Traube an Leuten. Allerdings stellt sich schnell raus, dass die Traube zwei Teile hat: eine für einen Finnair-Flug und eine für uns, für Icelandair. Dann geht es eigentlich recht schnell und wir werden unsere vielen Gepäckstücke los.
Auch an der Security stehen eine Menge Leute (interessanterweise auch eine ganze Reihe Familien mit bestimmt schulpflichtigen Kindern - am Freitag morgen zu Ferienbeginn ;-) ) Nachdem wir das hinter uns gebracht haben, suchen wir unser Gate uns stellen dann gemeinsam fest, dass es beide nicht haben können, solche Aktionen unter Zeitdruck zu machen, was allerdings dazu führt, dass wir dann doch mit deutlichen Zeitreserven dort sitzen und warten.
Aber auch die Wartezeit hat bald ein Ende und wir können einsteigen. Der erste Eindruck: prima Flieger, Sitze OK, und auch ganz vernünftiger Abstand zwischen den Sitzen - auch für Felix. Leider kommen wir schon mit etwas Verspätung in München los und der Kaptitän kündigt auch eine längere Flugzeit nach Island an - wegen starken Winden. Demzufolge stehen wir ein kleines bisschen unter Strom, ob das mit dem Anschluss in Rejkjavik klappt, aber was soll's, ändern können wir es eh nicht. Dass es viel Wind gibt, sieht man an der Geschwindigkeitsanzeige: mit gerade mal 700km/h kämpft sich die Boeing nach Nordwesten. Als wir dann zur Landung ansetzen, haben wir fast eine Stunde Verspätung, aber als wir zum Gate rollen, kommt die erlösende Ansage: Alle Anschlussflüge nach USA und Kanada warten - uff.
Der Flughafen in Rejkjavik ist ziemlich überschaubar, es stehen nur Flieger von Icelandair und WOW rum. Wir finden schnell zum neuen Gate, gehen gleich durch die Bordkartenkontrolle und fahren dann mit dem Bus zum Flieger. Dort wieder eine kleine Enttäuschung: Reihe 9, die beim Check-In als Exit-Row anzeigt ist, ist hier die Reihe dahinter. Nachdem sehr wenig los is, frage ich die Stewardess und sie sagt, ja, sie haben einen anderen Flugzeugtyp. Aber sie mein, es wird eh nicht voll und zwei Plätze in der Exit-Row sind laut Liste auch noch frei. Also eine Reihe nach vorne und als das Boarding durch ist, haben wir die ganze Reihe für uns und Platz nach vorne ohne Ende - extrem komfortabel!
Service hier an Bord ist OK, wir bekommen zumindest Wasser, Kaffee und Saft und vertilgen dann zuerst mal unsere Vesperbrote. Die gut sieben Stunden nach Denver ziehen sich dann ein bisschen, auch wenn es viele Serien und Filme zur Auswahl gibt. Ich ziehe mir auf den beiden Flügen 8 Folgen von "House of Cards" rein. In Denver angekommen, zieht sich dann die Einreise etwas in die Länge, es sind zwar nicht viele Menschen an der Immigration, aber auch nur wenige Schalter besetzt und wir haben den Eindruck. "America first", die Schlange mit den Einheimischen (viele davon in Shorts und T-Shirts - aus Mexico angekommen, wie sich später herausstellt.) wird schneller abgearbeitet. Aber auch das geht vorbei und der vorletzte Schritt ist die Gepäckausgabe. Auch wenn wir an der Passkontrolle ziemlich lange gebraucht haben, ist noch nicht alles Gepäck auf dem Band. Den Koffer und die Taschen finden wir dann, die Skier gibt es an einem Extra-Schalter und da ist erst mal: nix.
Es stehen einige Leute dort, die mit uns aus Island gekommen sind und so nach und nach tröpfeln die Skier rein, Felix seine sind dann auch bald dabei, aber mit meinen sieht es schlecht aus. Irgendwann sind wir die einzigen, die noch stehen und wenden uns an die Mitarbeiter im Flughafen, die sagen wir sollen erst mal warten. Als wir dann ganz alleine in der Gepäckausgabe stehen, nimmt sich dann doch eine Frau unserer an und nimmt die Vermisstenanzeige auf. Ein Blick in den Computer enhüllt, dass die Skier in Island den Umsteiger nicht geschafft haben und dass sie so schnell wir es geht zu uns nach Silverthorne gebraucht werden sollen. Ich soll mir für den ersten Tag mal Leihskier holen.
Also dann zum Autoverleih: Hier ist die Schlange bei Buget deutlich länger als letzes Jahr bei Avis und ein Allrad wäre hier nur zum doppelten Preis zu haben. :-( Aber na ja, das ganze Gepäck geht rein und wir machen uns auf den Weg. Die Autobahn ist ziemlich voll und so langam macht sich der lange Trip bemerkbar, mir fallen ziemlich die Augen zu. Also hole ich mir eine Cola und ein Sandwich und ab geht es wieder. Unterwegs wir das Wetter immer schlechter und fängt zu schneien an. Zum Glück ist es dann nicht mehr weit und wir kämpfen uns langsam vorwärts. Dank Handy-Navy ist das Quartier schnell gefunden und die letzte Hürde ist genommen: Heidi, unsere Vermieterin zeigt und die Zimmer und das Bad - alles prima, nur noch schnell die Sachen aus dem Koffer und dann ab in die Heia.... Morgen dann auf zum ersten Skitag.