So, heute der erste Tag auf Skiern. Für uns beide war die Nacht ziemlich kurz, beide noch ein bisschen auf die deutsche Zeit eingestellt.
Dementsprechend früh waren wir dann beide auf den Beinen. Erst mal Kaffe und der Tag kann kommen. Wettermäßig sieht das ganz gut aus, zwar ein bisschen verhangen, aber die Sonne spitzt schon durch. Keith hat uns das Sunshine Cafe für ein Frühstück empfohlen. Nachdem wir uns ein bisschen was zum Vespern im Supermarkt besorgt hatten, und festgestellt haben, dass das Sportgeschäft erst um 9 aufmacht, gehen wir dann frühstücken. Da sind wir nicht die einzigen, es dauert fast 15 min, bis wir einen Tisch bekommen - gut was los her in der Früh. Beide Frühstücke sind üppig, schwer und mit viel Fett zubereitet. Kein Wunder, dass es in den USA so viele übergewichtige Menschen gibt. Ich schaffe meinen "Ski Tech" - ein Art Rösti mit Käse und Chalapenos vermischt, dazu ein gerolltes Pita und zwei Burger-Paddies (die haben ich auf der Karte übersehen) nicht ganz und im Laufe des Tages beschäftigt das meinen Magen ziemlich massiv.
Danach noch weiter zum Skiverleih, dort das nächste Mal warten... in der Schlange der Leute, die auch Skier wollen. Aber auch das findet ein Ende und wir rollen leicht den Berg rauf die 6 Meilen nach Keystone. Da war ich letztes Jahr nicht, bin ich mal gespannt. Erst mal das Auto auf den Parkplatz und ein paar Minuten zu Fuß zum Lift. Hier sind die Pisten ganz schön hart und die Ski, die ich mir geliehen habe, sind leider nicht die griffigsten. Aber irgendwas steckt mir heute in den Knochen: Ich bin ziemlich kraftlos, voll erledigt und mir kommt das alles sehr anstrengend vor, das wird auch leider den ganzen Tag nicht besser. Das liegt wahrscheinlich an der kurzen letzen Nacht, der langen Anreise und vielleicht auch ein bisschen an der Höhenluft. Wettertechnisch können wir uns nicht beschweren, die Sonne kommt immer mehr raus und fast habe ich den Eindruck, ich wäre zu warm angezogen. Es gibt einige schönes, gut gewalzte Pisten, die auchweit davon entfernt sind, sulzig zu werden. Das verstärkt sich im Laufe des Nachmittags, als es wieder zuzieht und auch Wind aufzieht, dann ist es wieder schweinekalt hier. Wir probieren uns durch die verschiedenen Pisten, aber einen wirklichen Zug bringe ich nicht auf die Piste. Um kurz nach drei ist es dann bei mir so weit: Für mich reicht es, ich will nicht riskieren, dass noch was passiert. Felix ist auch nicht abgeneigt und wir fahren runter und diesmal mit dem Bus zum Auto.
Auf dem Heimweg halten wir noch mal kurz im Supermarkt und decken uns fürs Abendessen ein. Meine erste Amtshandlung danach: erst mal ins Bett, ich bin vollkommen erledigt. Kurz nach 6 weckt mich Felix und vor dem Abendessen springe ich noch in die Dusche, was mich wieder etwas aufmöbelt. Während dem Essenmachen haben wir zwei dicke Freunde: die Wuffis Buster und Loki. Vor allem Buster holt sich von uns beiden ziemlich viel Streicheleinheiten. Wenn er dürfte, hätte ich ihn wohl bald auf dem Schoß.Nachdem sich unsere Gastgeber während unseres Essens ziemlich zurückgezogen haben und wir beide feststellen, dass wir heute nicht mehr alt werden, ziehen wir uns dann auf die Zimmer zurück und hoffen, heute Nacht etwas mehr Schlaf zu bekommen, dass wir morgen in Copper Mountain fit sind.