Ein Blick aus dem Fenster heute morgen zeigt: Das wird ein schöner Tag. Das Auto leicht angefroren und kaum Wolken am Himmel.
Also schnell frühstücken und ab auf die Straße - an Keystone vorbei und rauf nach Arapahoe Basin (für die Amerikaner ist das zu lang und sie sagen: A-Basin). Als wir gegen 8:45 dort oben ankommen sind noch nicht viele Autos auf dem Parkplatz und auch am Ticketverkauf ist kaum was los.
So früh wie heute waren wir noch nie dran: Auf dem Liftticket steht 9:01! Also einmal ganz nach oben und die frisch gewalzten (groomed klingt irgendwie netter, so sagen die hier) Pisten wieder runtergedonnert. Grip ohne Ende, kein Eis und fast keine Leute - ein Traum. Und die Aussicht von oben erst: Da der Lake Dillon, dort Keystone und etwas weiter hinten sind die Pisten von Breckenridge zu erkennen. Beim zweiten Mal fahren wir dann hinten runter in die Back-Bowl, wo es auch jede Menge ungespurte Routen gibt. Wir nehmen aber erst mal die Piste. Das ist hier schon ganz was anderes: Die Pisten sind deutlich steiler und schmäler als in allen anderen Skigebieten hier. Felix hat Recht, wenn er sagt, das ist ähnlich wie auf der Turracher Höhe in Österreich.
Dann aber ist es soweit, wir haben vom Lift aus erkundet, wo wir die Bowl abseits der präparierten Piste wieder runter wollen. Oben ankommen stellen wir fest, dass der Einstieg über eine ziemlich steile Kante geht. Also mit etwas Überwindung drüber und darunter ist der Schnee schön griffig, also kein Problem. Vom Pulverschnee von vor zwei Tagen ist leider nicht mehr viel übrig, aber ich finde est trotzdem spannend. Felix ist da nicht so ganz meiner Meinung, vor allem als es ihn beim zweiten Mal hinschmeißt und er sich das Knie etwas wehtut. Er kann zwar weiter fahren, aber beim rechtsrum fahren zwickt das Knie.
Am Anfang sagt er noch, es ist halb so wild und wir fahren dann in die Pisten rein, die (auch für hiesige Verhältnisse) steil sind. Da muss auch ich mich teilweise überwinden, da runterzufahren und den Ski über die Falllinie zu drehen. Zum Glück ist der Schnee richtig schön locker und griffig, da geht das prima. Wenn das hart und eisig wäre, mag ich mir nicht vorstellen, was passiert, wenn man mal ins Rutschen kommt. Aber wir haben ja einiges an Erfahrung und kommen ganz gut runter. Nach dem zweiten Mal reicht und das dann aber auch - geht doch ziemlich in die Knochen - und machen Mittag.
Zuerst setzen wir uns draußen in die Sonne an einen Vespertisch und finden, es ist eigentlich schön warm hier. Während dem Essen dringen vom Nachbartische Sprachfetzen zu uns rüber, die nach Europa klingen (hoffentlich keine Fürther). Nach einigem Hin- und Her-Rätseln kommen wir drauf: Schweizer. Sind komischerweise auch die einzigen, die außer uns noch eigenes Vesper dabei haben. Da ab un zu ein paar (wirklich kleine) Wolken an der Sonne vorbeiziehen, entschließen wir und, noch auf einen Kaffee in die Kneipe zu gehen und uns dort ein bisschen aufzuwärmen. Da bleiben wir fast kleben und raffen uns gegen halb zwei wieder auf. Den Nachmittag verbringen wir aud der gut präparierten Pisten und lassen tempomäßig noch ein bisschen die Sau raus, bis um kurz nach drei der Lift in der Backbowl schließt und um halb vier dann der Lift der uns ganz nach oben bringt. Das ist für uns dann das Zeichen, es für heute gut sein zu lassen.
Auf dem Weg in die Wohnung decken wir uns noch mit zwei dicken Steaks ein, bevor wir (frisch geduscht natürlich) runter in den Outlet fahren uns shoppen gehen. Was dabei rausgekommen ist, wird erst mal nicht verraten. Nur so viel: ich hätte mir fast einen neuen Skianzug gekauft, aber zu der tollen Jacke bei Columbia gab es keine passende Hose und zu meiner neongrünen Hose passt keine Gelb-Graue Jacke.
Zum Abschluß geht es morgen noch mal nach Copper Mountain, wir fanden es dann doch besser, noch einen Tag skizufahren, als nach Denver und wieder zurück zu fahren und sooo einladend sah es von der Autobahn auch wieder nicht aus.