"Enjoy another day in paradise with the sun breaking down". Solche Sprüche bekommt man nur hier in Copper Mountain zu hören.
Und das von einem Angestellten unten am Lift, die in den Alpen meistens ziemlich grummeling daherkommen. Hier kann es dir aber passieren, dass der, der die Liftkarten mit einem Lesegerät abtasten durch die Reihen geht und jeden einzelnen Gast abklatscht. Schaut irgendwie aus, als ob den Leuten hier ihr Job Spaß macht.
Nachdem wir uns gestern Abend entschieden hatten, noch einen siebten Tag auf den Skiern dranzuhängen, waren wir auch heute um kurz nach 9 auf der Piste, wieder mit strahlendem Sonnenschein. Die Pisten frisch gewalzt und in Topform. Also schnell Ticket abholen und rauf. Um diese Zeit sind auch noch fast keine Leute unterwegs, wir haben die Piste fast für uns alleine. Ganz auf der rechten Seite gibt es einen Bereich, den wir am Sonntag ausgelassen hatten, den wollen wir heute am Anfang mal erkunden. Da gibt es ein paar ganz coole Pisten, leider ist dann ab ca. 10 Uhr doch einiges los am Lift. Das veranlasst uns, noch etwas weiter auszuholen. Wir werden allerdings nur mit dem Ausblick auf ein paar wunderschöne Häuser am Pistenrand belohnt, ansonsten bummeln die beiden ziemlich veralteten Sessellifte durch die Gegend. Dann also doch wieder zurück in den Bereich, wo eher die fortgeschrittenen Skifahrer unterwegs sind. Aber irgendwie sind wir heute ein bisschen saft- und kraftlos, so dass wir uns um kurz nach 12 in Richtung Central Village zum Mittag auf machen. Auch heute gibt es dort wieder zwei hölzerne Liegestühle in der Sonne wo wir unser Vesper genießen und die Sonne auf den Pelz brennen lassen.
So gestärkt machen wir uns dann auf zum Endspurt in den Nachmittag. Das Wasser und die Sandwiches erfüllen ihren Sinn, wir sind jetzt etwas besser drauf, wobei bei Felix das Knie immer noch ein bisschen Ärger macht. Also konzentrieren wird uns auf die präparierten Pisten und lassen die Skirouten und Buckelpisten erst mal außen vor. Bei einer Auffahrt im Lift kommen wir mit zwei älteren Damen ins Gespräch, die auch schon mal in Deutschland waren: "Oh, I love the sausages. When I was there on the Christmas Market, I sausaged three times a day - with Gluhwein.." Es ist schon wirklich beeindruckend, wie leicht man hier in ein kurzes Gespräch verwickelt wird, da könnten sich die muffligen Europäer machmal eine Scheibe abscheiden.
Um halb vier macht der Lift auf der Außenposition zu und wir nutzen das aus, fahren kurz vorher noch einmal ganz auf und dann ab ins Tal, das reicht für heute. Zur Feier des Tages gönnen wir uns noch ein Bier in der Sonne, bevor wir mit dem Bus zum Auto und dann damit wieder zurück nach Silverthorne fahren.
Fazit: Sieben tolle Skitage in einer atemberaubenden Landschaft. Wettermäßig war alles dabei von Sonne, die den Schnee zum Schmelzen bringt, über Sonne, die von eisigem Wind begleitet wird, über Nebel mit Schneesturm, wo man nicht mehr weiß, wo oben und unten ist bis hin zu eisigen Tagen in der Sonne mit wenig Wind war alles dabei. Sieben Tage sind dann auch genug für unseren Körper und unseren Geist, wir haben die meisten Skigebiete hier in der Gegend abgeklappert.
Meine Favoriten:
- A-Basin - klein, etwas schrullig, aber toll zum neben der Piste zu fahren
- Breckenridge - groß, etwas mondän, aber im Gegensatz zu Vail auf dem Boden geblieben
- Copper Mountain - Abwechslungsreich mit der besten Stimmung
Morgen am späten Nachmittag geht es dann mit dem Flieger wieder heim nach Deutschland und in den Alltag.