Eigentlich stand heute Den Haag mit einer Übernachtung in Rotterdam an. Auf dem Weg dorthin wollten wir noch in Haarlem und Zandvoort Halt machen.

   Aber in Haarlem hat uns nix zum stehenbleiben gereizt, beziehungsweise haben wir nichts gesehen, was €4,10 für eine Stunde Parken (heißt hier: parkeren) gerechtfertigt hätte. Also sind wir gleich weiter gefahren nach Zandvoort. Da hatten wir Glück, dort war noch noch nicht viel los, nächstes Wochenende sieht das wohl anders aus, wenn die DTM dort Station macht.

   So hatten wir Glück und konnten noch etwas die Ruhe und Gelassenheit genießen. Wir stellen das Auto auf dem Parkplatz direkt am Strand ab, weil das Hausdach hinter der Düne eine Kneipe erwarten lässt. Auf dem Weg runter zum Strand stellt sich aber heraus, dass die vermeintliche Kneipe eine Bademeisterstation ist. Aber kein Problem, ein Blick in die andere Richtung gibt gleich eine Reihe von Kneipen frei. Wir schnappen uns die erste - UBUNTU - und lassen uns dort auf einer Couch mit seitlichem Blick auf das Meer nieder. A propos: Nieder. Der Cappuchino dort ist zum niederknien lecker!

   Wir lassen uns noch die Sonne auf den Pelz brennen und danach einen Spaziergang am Strand entlang - wunderschön, zwar viel Wind, aber auch viel Sonne und wenig Leute unterwegs. Aber so langsam schreit der Magen nach etwas Futter und wir fahren weiter in den Ort rein und decken uns dort im Supermarkt mit Baguette, Hummus und Filet American ein und genießen das ganze auf einer Decke gleich am Dorfweiher um die Ecke.

   Nachdem es schon etwas später ist als gedacht, beschließen wir, zuerst im Hotel einzuchecken und dann zu entscheiden (vielleicht mit Hilfe von Tipps an der Rezeption, wie wir den Nachmittag und Abend verbringen. Die Aussage von dort ist, dass es bis Den Haag mit Bus und Bahn eine gute Stunde dauert, so dass wir uns für Rotterdam für unseren heutigen Trip entscheiden.

   Als Gitta im Bus den Fahrer nach einem passenden Ticket fragt, erntet sie gleich eine ganze Reihe von guter Tips, während ich mich auf einen Sitzplatz zurückziehe - ich versteh ja bei dem Holländisch nix. Aus der Metro raus in Rotterdam stolpern wir gleich über die Markthalle, einem riesigen Bau, der innen eine leckere Futterbude nach der anderen beinhaltet und bei dem auf der Außenseite eine ganze Reihe von Wohnungen angebracht sind - tolle Idee. Wir erkunden die Innenstadt noch etwas zu Fuß. Leider ist die große Kathedrale im Zentrum verschlossen, von außen sah sie ziemlich vielversprechend aus. An alten Gebäuden gibt es hier leider nicht viel zu sehen, im Krieg ist wohl sehr viel kaputt gegangen. Dafür gibt es eine ganze Reihe eindrucksvoller Wolkenkratzer und anderen architektonisch toll gemacher Häuser.

   Bevor wir ins Hotel zurückfahren, decken wir uns noch mit Fladenbrot und lecker Vorspeisen ein, nicht ohne uns dort mit je einer Portion lecker Pommes einzudecken. Im Zimmer angekommen, beschließen wir den Tag mit einem Festmahl auf dem Bett. Morgen geht es dann weiter nach Antwerpen mit zwei Übernachtungen in Gent.