So traumhaft schön geht es mit dem Wetter heute weiter. Schon nach dem Aufstehen ist es schön warm draußen und wir frühstücken wieder unter dem Baum im Garten.
Heute gehen wir noch mal an den Strand, damit wir aber nicht in der Mittagssonne dort sind, legen wir erst noch eine Leserunde im Schatten ein. Gegen zwei machen wir uns dann auf in Richtung Cap Blanc-Nez, wo es kurz davor einen offenen (nicht bewachten und bewirtschafteten Strand gibt.
Dort am Parkplatz steht zwar schon eine ganze Reihe Autos, es ist aber kein Problem, auch für unseres einen Stellplatz zu finden. Durch einen Hohlweg geht es runter zum Kieselstrand und wir finden ein Plätzchen unter der Klippe, wo sogar noch ein bisschen Schatten ist. Im Moment ist noch Flut, das heißt der Strand ist ziemlich schmal und ins Wasser zu kommen ist nicht ganz so einfach, weil gleich am Anfang viele glatte, glitschige Steine im Wasser sind. Kurz danach kommt dann Sand und man steht nur noch mit den Füßen im Wasser. Dadurch, dass es so warm draußen ist, ist das Wasser angenehm erfrischend, auch wenn es nicht ganz einfach ist, reinzukommen. Wenn man aber mal drin ist, ist es traumhaft. Als Wasser sich zwecks Ebbe etwas zurückzieht, spazieren wir noch ein bisschen über die Sandbank unter das Cap (die glitschigen Steine liegen inzwischen auf dem Trockenen)
Nach gut zwei Stunden in der Sonne haut es uns dann den Vogel raus und wir beschließen, eine heftigen Sonnenbrand zu vermeiden und machen uns auf dem Weg nach Dunkerque, um den Brief mit Autoschlüssel zu holen. Zumindest habe ich die Nachricht auf der Mailbox so verstanden. Wir machen noch einen kurzen Zwischenstopp in Calais und bewundern dort das tolle Rathaus.
In Dunkerque macht sich dann Ernüchterung breit: Die Schlafmützen im Hotel haben doch tatsächlich die Annahme des Briefes verweigert, weil ich schon abgereist bin!! Grrrrrr! Der Manager setzt dem noch die Krone auf und behauptet, wenn im Logbuch kein Eintrag - das ich den Brief angekündigt habe - ist, dann habe ich es nicht gesagt und ohne, dass ich ihm die Mail zeige, glaubt er nicht, dass ich eine geschrieben haben (blöderweise habe ich mein Handy nicht dabei...) Kurze Zeit später lenkt er dann ein bisschen ein und lässt sich meine Handy-Nummer geben und verspricht zu versuchen, eine weitere Zustellung zu veranlassen.
Um uns zu beruhigen wollten wir dann eigentlich noch mal in der Brauerei lecker essen gehen, aber siehe da: Die bauen um und machen erst am 2. August wieder auf. Scheint sich alles gegen uns verschworen zu haben.
Also wieder zurück Richtung Wimereux und anscheinend können wir auch was richtig machen: Wir finden ein kleines Restaurant in Ardighem an der Straße und schlemmen Schnitzel mit Pfeffersauce und Lammkotletts - zum dahinschmelzen.
Gegen 9 sind wir dann zurück in unserem Quartier und machen uns auf zur Steilküste und genießen dort noch bei einer Flasche Wein den Sonnenuntergang im Meer - traumhaft schön, das entschädigt für einiges. (mal sehen, was