Boah, das sieht gut aus! Nachdem wir gestern ziemlich früh im Bett waren, sind wir dementsprechend früh aufgewacht und ein kurzer Blick durchs Fenster enthüllt: Gute Wetteraussichten.

   Wir waren allerdings so früh dran, dass noch nicht mal der Bäcker(Supermarkt) schon offen war. Aber wir überbrücken die Zeit mit Kaffee und genießen den gigantischen Ausblick in die Berge. Croissants gibt es heute leider keine, aber mit den Baguettes hier kann man auch gut leben. Dadurch, dass die Lifte erst um 9 aufmachen, haben wir gut Zeit und können uns Zeit lassen mit dem Frühstück.

   Als dann sichtbar wird, dass die Lifte (endlich) laufen, machen wir uns fertig und tappen die paar Meter hoch auf die Piste. Erst mal hoch und los auf die erste Abfahrt. Nach einer guten Hälfte lege ich mich feste in die Kurve und ... liege im Schnee und rutsche den Berg runter. Komisch, warum sind nur die Bindungen aufgegangen? Aber außer ein bisschen Schnee im Gesicht ist nichts passiert und ich rappel mich hoch und weiter geht's. Aber irgendwie steckt mir der Hinfaller in den Knochen, ich bin den ganzen Morgen ziemlich vorsichtig. Bangemachen gilt aber nicht, also wieder hoch und ganz oben mal eine einsame Piste runter und beim zweiten Mal dann neben der Piste. Dort ist der Schnee überraschend locker aber unten rum wird es ziemlich anstrengend. Also wieder zurück auf die Piste und dieses Mal machen wir uns auf in Richtung Saint Sorlin. Ganz oben ist der Schnee richtig klasse, aber so langsam (kurz nach 12) verlassen uns ein bisschen die Kräfte und wir fahren zurück und machen Mittag in der Wohnung. Nachdem die Wampe voll ist, knallen wir uns draußen auf dem Balkon in die Sonne und lassen sie auf den Pelz brennen. OK, ein blaues Skiunterhemd tut es auch... wird ganz schön warm drunter. Und noch ein kühles (alkoholfreies) Bier und die Pause ist geritzt.

   Nach einer knappen Stunde juckt es uns wieder in den Beinen und wir fahren wieder hoch. Diesmal bleiben wir auf dem Pisten und mein vorsichtig sein hat ein Ende, jetzt geht's wieder mit Volldampf die Pisten runter - das macht Laune? Gegen 4 reicht es uns dann wieder (sind heute fast 6 Stunden gefahren) und wir fahren runter und finden einen Weg bis fast ans Haus. Erst mal ein paar Gläser Wasser (es hat durchweg Plusgrade tagsüber und ich fahre seit heute Mittag ohne lange Unterhose und mit der dünnen Jacke) gegen den Durst und noch ein bisschen auf den Balkon in die Sonne. Man merkt aber, dass die Kraft der Sonne abends schnell nachlässt und ich lese drinnen weiter.

   Fürs Abendessen brauchen wir noch Brot und Salat und wir verbinden das mit einem kleinen Spaziergang den Berg runter bis zum dem Quartier, wo wir vor vier Jahren mal waren. (War auch nicht schlecht, aber ein bisschen weiter ab vom Schuss als dieses Jahr). In der Wohnung angekommen, fehlen uns komischerweise die Paprika und die Tomaten im Rucksack. Also Schuhe wieder an und noch mal zum Supermarkt. Dort grinst der Kassierer schon und drück uns die zwei Tüten in die Hand mit dem Hinweis, dass die ziemlich in der Ecke lagen.

   Mir ziehen inzwischen schon ganz gut die Knochen, mal sehen, wie das morgen geht. Aber wenn das Wetter wieder so toll ist wie heute, dann ist das völlig egal. Aber erst noch mal lecker essen und den Abend genießen.