Das schaut schon wieder viel besser aus! Der Blick aus dem Fenster enthüllt sonnige Berge.

   Kaum ein Wölkchen am Himmel schon beim Frühstück. So kann der Tag anfangen. Um kurz nach neun stehen wir unten am Lift und treten die erste Fahrt an. Erst mal gleich wieder runter zum warm werden. Und weil es so schön war, gleich noch mal. Nach dem zweiten Mal machen wir uns auf Richtung Saint Sorlin. Traumhafte Sonne und ein super Ausblick begleiten uns. Weil die Piste zum Col de la Croix de Fer so gut ausshieht, fahren wir dort gleich noch mal runter. Dann wieder hoch und der zweite Versuch Richtung Saint Sorlin. Dort angekommen, erst mal ganz runter mit einem kurzen Zwischenstopp auf dem Gegenhang auf halber Strecke. Und weil es dort oben so schön ist, gleich noch mal den Katapult-Lift ganz außen. Der Liftmensch dort muss sich vorkommen wir strafversetzt: Kaum ein Mensch verirrt sich dort hinter, die Pist ist eigentlich klasse, nur von der Sonne schon ziemlich aufgeweicht. Oben angekommen treten wir die Abfahrt ins "Tal" (auf 1800m) an. Wir erwischen eine Lücke mit fast keinen Leuten auf der Piste und lassen die Skier dementsprechen laufen - Temporausch! Ganz unten wird es schon wieder sulzig, also fahren wir noch mal ganz hoch. Oben am letzten Lift stehen doch einige Leute, aber in unter 5 Minunten sitzen wir drin und gondeln hoch. Unter dem Lift ist eine neue Piste ausgeschildert, die probieren wir gleich mal aus. Puhh, ziemlich buckling und dementsprechend anstregend, aber gut zu fahren.

   Am Lift stehen immer noch ziemlich viele Leute, also entschließen wir uns wieder zurück Richtung Mittagessen zu fahren. Am Col de la Croix de Fer gibt es eine Überraschung: der Lift zurück ist außer Betrieb und die Lifttante sagt, das wird ein bis zwei Stunden dauern - doof. Also fahren wir den anderen Lift wieder zurück und dort noch mal neben der Piste unter dem Lift ab. Nachdem der Lift auf der Gegenseite immer noch steht, machen wir das noch mal, wobei beim zweiten Mal der andere Lift langsam anläuft. Also im Endeffekt gar nicht so schlimm, als wir das zweite Mal runterkommen, geht alles wieder gut zurück und wir sind um kurz nach 1 zurück in der Wohnung und vertilgen lecker Kaiserschmarren.

   Gegen halb drei machen wir uns noch mal auf und fahren ganz hoch Richtung l'Oullion und dann oben rechts ab die Piste, die Felix die "Highspeed-Piste" nennt - da freut sich der Tempobolzer! Nachdem wir auf dem Hinweg einiges an Zeit verbraten haben, weil der Schlepplift ziemlich lange stand (mit uns drin) müssen wir und schon wieder auf den Rückweg machen.

   Den Tag beschließen wir heute mit einem Einkehrschwung im "Chalet de le Foehn" (ernsthaft, die Kneipe heißt so...) , es gibt Bier und Glühwein. Dazu eine Runde Fremdschämen für eine ziemlich angeheiterte Runde dort auf der Terasse (natürlich deutsche und noch dazu aus dem bayrisch/fränkischen), die alles drei Mal erzählen und furchtbar witzig finden. Wir sind dann mal still und genießen die tief stehende Sonne und den Ausblick. Um kurz vor 5 machen wir uns auf die letzte Abfahrt für heute zurück zur Wohnung. Wenn wir Glück haben, hält das Wetter und morgen haben wir einen schönen letzten Tag.