Heute geht's los, wir fahren nach Les Deux Alpes. Laut Google sollten es ca. 7 Stunden Fahrt sein. Zunächst einmal müssen wir zu Hause alles fertig machen, gar fertig packen, die Tiere versorgen, das Auto einladen. Ach ja, mehr oder weniger durch Zufall informiere ich auch die Nachbarn, dass wir eine Woche nicht da sind.

   Gegen halb zehn ist es dann soweit, wir sitzen im Auto und los gehts. Erinnert Euch noch an meinem Satz: "Ich habe so geplant, dass wir noch im Hellen ankommen sollten." Nach einem kurzen letzten Einkaufsstopp geht's dann ab auf die Autobahn und das läuft heute überraschend gut. Zwar lotst uns das Navi schon kurz nach Basel Richtung Delemont und rechts am Bieler See und Lac de Neuchatel vorbei, aber damit umgehen wir die im Radio angesagten Staus rund um Bern. In der Schweiz haben wir das Internet-Roaming ausgeschaltet, deswegen aktualisiert sich die erwartete Ankufnft auf dem Navi erst, nachdem wir bei Genf die Grenze nach Frankreich passiert haben. Dann kommt die Überraschung: Jetzt sollten wir erst um halb siehen, nicht kurz nach 5 da sein. :-( Es hat zwar ein- zweimal ein bisschen Stau und vor Grenoble lotst uns das Navi noch mal runter von der Autobahn, eigentlich sehe ich nicht ganz, warum das noch so lange dauern soll.

   Hilft aber nix, kurz hinter Grenoble geht es dann endgülitg runter von der Autobahn. Komischerweise nirgends eine Ausschilderung nach Les Deux Alpes oder Alpe d'Huez, was auch in der Nähe liegt. Es sind einge Autos in die gleiche Richtung unterwegs, der Verkehr bleibt aber flüssig. So langsam liegt auch neben der Straße schon ein bisschen Schnee und es wird immer dunkler - von wegen also noch im Hellen ankommen. Nach einer guten halben Stunde sagt Google dann auf einmal rechts ab, obwohl ein Wegweiser Les Deux Alpes nach links ausschildert. Hmm, ich verlasse mich mal drauf, setze den Blinker und rauf gehts. Hier hat es immer wieder Schnee oder Schneematsch auf der Straße und die Straße wird immer enger. Zum Glück kommen uns nur wenige Autos entgegen, an denen wir uns vorsichtig entlang schlängeln. Genau das Richtige für Gitta. Das Auto macht das alles gut mit, auch wenn einige Kehren etwas mit Schnee bedeckt sind oder wenn ich beim Ausweichen ein bisschen in den Schnee am Rand raus muss, zieht er locker durch, keinerlei Ansatz, nicht greifen zu wollen. An ein paar Stellen kommen mir echt Bedenken, ob wir hier richtig sind, so eng ist die Straße, machmal links eine kleine Mauer, die uns wohl vor dem - in der Tiefe liegenden Abgrund - trennen soll. Irgendwann kommen wir dann wohl auf die größere Straße und rollen die letzten Kilometer in einer Kolonne von Autos, bis dann eine große beleutete "2" auftaucht und unsere Ankuft signalisiert.

   Dank Navi finden wir das Haus an einer schneebedeckten Straße und dank Handy finden wir auch Fabrice, der uns die Schlüssel geben soll. Wir müssen noch kurz warten, bis die Einfahrt zur Garage frei wird und dann zirkle ich den Skoda um eine Ecke in die uns zur Verfügung stehende Garage. Die Verständigung mit Fabrice funktioniert so einigermaßen, zum Glück hab ich von meinem Schulfränzösich noch was übrig, er spricht weder detusch noch englisch. Dann heißt es erst mal Schleppen, den ganzen Kram aus dem Kelller rauf in die Wohung im zweiten Stock. Danach gönnen wir uns erst mal das mitgebrachte Chili und ein Glas Rotwein. Die Wohnung ist süß, mit einem - im Dunklen - schönen Blick auf den Ort und den gegenüberliegenden Berg, komplett und zweckmäßig eingerichtet, hier kann man es aushalten. Nach dem Samstagabendfilm fallen wir dann ziemlich erledigt ins Bett, morgen geht es dann ab auf die Piste.