Eigentlich hatte ich gehofft, am ersten Urlaubstag ein bisschen länger zu schlafen. Pustekuchen, die Macht der Gewohnheit haut mich viel zu früh raus. Um wenigestens Gitta noch ein bisschen mehr Schlaf zu gönnen, nutze ich die Zeit, um den Blog-Eintrag von gestern zu machen.
Als ich fast fertig bin, kommt Gitta auch aus dem Schlafzimmer angeschlurft und es gibt den gewohnten Kaffee zum Start in den Tag. Mit genug Koffeinspiegel im Blut machen wir uns dann ein lecker Müsli-Frühstück, damit die Muckis heute den Tag über genug Power haben. Dann stellt sich nur noch die Frage, wie wir am Besten den Einstieg ins Skigebiet starten, so wie es aussieht geht hinter den gegenüberliegenden Häusern eine Piste runter. Dort unten sollte es auch eine Kasse geben, wo wir unsere Skipässe abholen können. Wir entscheiden uns aber für den Skibus (wenn man schon mal eine Haltestelle direkt vor der Haustür hat.)Mit dem Fahrplan könnte man meinen, der wird von der Deutschen Bahn betrieben, nach knapp 20 Minuten warten kommt er dann endlich und bringt uns in die Ortsmitte, wo ich mich anstelle und versuche, die Skipässe zu bekommen.
Damit versehen, tappen wir noch ein paar Meter die Straße rauf und steigen in den ersten Lift. Oben angekommen, überwältigt uns erst mal das Panorama. Obwohl wir nicht ganz oben sind, ist die Sicht echt atemberaubend. So eng wie das Tal unten bei der Ortschaft ist, so weit schweift der Blick hier. Von dort aus geht es erst mal gleich wieder runter über eine grüne Piste, die sich als Ziehweg mit ganz schön viel Verkehr entpuppt. Das nächste Mal nehmen wir eine andere Piste runter. Dann noch mal rauf und oben einen weiteren Lift rauf. Dort haben wir eine schönen breite Piste mit etwas weniger Leuten, also gleich noch mal. Danach geht es die blaue Piste runter, die zwar breiter ist, aber auch noch mehr Leute unterwegs. Also entscheiden wir und, mit der Gondel mal hochzufahren auf 3200m und uns dort mal umzusehen.
Nachdem uns der kleine Hunger schon beim rauffahren plagt, kehren wir oben im Restaurant ein und gönnen uns ein kleines Mittagessen. Danach gehts ab auf die Aussichtsplatform zum Fotoshooting. Uns fällt dannn auf, dass es schon halb drei ist, also machen wir uns auf den Runterweg Richtung Quartier. Der geht über eine über 8km lange Piste, bei der sich schöne flache Gleitpassagen mit steilen buckligen abwechseln und zur Abwechlung ist dann auch noch ein bisschen Schieben angesagt. Dann noch mal einen Sessellift hoch, der sich in Gittas Wade verewigt und dann sind wir wieder oben bei "Belle Etoile", dem Lift den wir heute morgen als erstes hatten.
Gitta entscheidet sich für eine Gondel talabwärts, ich nehme noch mal die blaue Piste. Unten noch mal kurz einen Teller- (nicht KatapultLift) hoch und dann rutschen wir eine Piste runter bis knapp oberhalb unserer Wohnung. Wir beschließen die Tag mit der zweiten Hälfte des mitgebrachten Chilis und dem allerletzen Schluck Rotwein. Heute abend werden wir sicher nicht alt, der Tag steckt uns ganz schön in den Knochen.