Auch wenn die Franken diese Woche mit dem Schnee nachgelegt haben, gehen wir hier wieder in Führung und haben auf jeden Fall das bessere Panorama. Der Regen von gestern abend ist über Nach in Schnee übergegangen und es liegen ca. 15-20 cm neuer Schnee auf den teilweise tief eingeschneiten Autos. Und auch während unseres Kaffees und unseres Frühstücks schneit es weiter in dichten Flocken.

   Wir laufen heute wieder die Straße rauf und schnallen oben an der nächsten Kehre unsere Skier an und gleiten durch die tief verschneite Landschaft runter zum ersten Lift. Der Ziehweg von oben zum zweiten Lift ist eine Herausforderung für Gitta, nachdem nur etwa zwei Meter vom Weg schon ein bisschen ausgefahren sind. Nachdem diese Hürde genommen ist, fahren wir nach oben und steuern den Lift namens Crête an und lifteln rauf. Wenn jemand Gitta vorher erzählt hätte, dass sie freiwillig ungespurte Pisten mit Schnee bis fast zu den Knien runterfahren wird, hätte sie denjenigen für verrückt erklärt. Aber heute kam es, wie es kommen musste - mehr oder weniger freiwillig stürzt sie sich mit kindlicher Freude rein. Und das geht besser, als erwartet. Zwischendrin gibt es noch ein Video mit dem Engel im Schnee, um Sami in der Familiengruppe ein bisschen zu provozieren. Die Piste gefällt uns so gut, dass wir gleich noch mal rauffahren. Der einzige Wehrmutstropfen ist, dass der Lift ständig stehen bleibt, was einerseits unangenehm ist, wenn man drin sitzt und zum anderen eine Traube unten an der Talstation verursacht. Mit dem Wetter geht es besser als gedacht, immer wieder mal sieht es so aus, als ob die Sonne sich durchkämpfen würde, aber so ganz schafft sie es nie. Nach dem dritten Mal überlegen wir uns Alternativen und fahren erst mit dem Belle Etoile runter und dann mit der Gondel wieder ganz rauf und machen erst mal Mittag.

   So gestärkt gehen wir dann die Piste namens Mura an. Je weiter wir allerdings runter kommen, desto dichter wird der Nebel (oder wir sind in den Wolken), so dass man fast nichts mehr sieht, und alles um einen rum nur noch weiß ist. Das bringt uns zu dem Entschluss, wieder mit der Gondel runterzufahren, in der Hoffnung, dass unten die Sicht besser ist. Dier erfüllt sich aber leider nicht, so dass wir um halb drei beschließen, den Skitag hiermit zu beenden. Der Bus bringt uns dann wieder bis vor die Haustür, wo es dann erst mal einen Kaffee und dann eine Dusche gibt.

   Nach der Siesta ziehen wir uns noch mal an und wollen Einkaufen fahren. Nachdem es jetzt schon dunkel wird, gehen überall im Ort die Beleuchtungen an, was für eine sehr schöne Stimmung sorgt. Die Wahl mit Les Deux Alpes war wirklich eine gute, irgendwie fühlt sich das hier wie was besonderes an. Auf der Gegenseite unseres Hauses ist heute Nachtskifahren angesagt, deswegen steigen in den Bus, der uns zum Haus zurück bringt, auch eine ganze Reihe von Leuten mit Skiern einsteigt. Vom Balkon im Haus sehen wir dann die beleuchteten Pisten des Vallée Blanc.

   Heute abend gibt es kalt auf der Couch, für Freitag abend habe ich eben telefonisch einen Tisch für Käsefondue reserviert. Wie sind mal gespannt, wie morgen das Wetter wird.