Der Blick aus dem Fenster heute morgen verheißt Gutes: Kein Schneefall mehr, die Berge gegenüber sind gut zu sehen und ganz links spitzen auch die Berge durch - das sollte ein toller Tag werden heute. Wir lassen es trotzdem langsam angehen und fahren mit dem Bus los mit Ziel Belle Etoile. Dummerweise schmeißt uns der Busfahrer an der Gondel raus - er will wohl einrücken.
Also ändern wir unsere Pläne und fahren mit der Gondel rauf bis zur Mittelstation. Zuerst überlegen wir noch kurz, noch mal umzudisponieren, weil schon außen von dem Gebäude eine ganze Reihe Leute ansteht. Laut Ausschilderung soll es 15min dauern, bis wir in der Gondel sind. Wir riskieren das und siehe da: es geht wirklich deutlich schneller als befürchtet und wir sitzen in der Gondel.
Oben angekommen orientieren wir uns heute mal nach rechts zu einem Lift namens Toura. Von dort gehen 3 blaue Pisten runter, die wir der Reihe nach ausprobieren. Es sind einige Leute unterwegs, das schöne Wetter treibt sie wohl heute wieder raus auf die Piste. Was sich heute den ganzen Tag bestätigt ist die Vermutung von heute morgen, wir kommen den ganzen Tag aus dem Gucken und dem Genießen des Panoramas kaum mehr raus. Nach dem dritten Mal fahren wir an der Mittelstation vorbei runter zum Bellecombe und von dort aus wieder runter zur Gondel und rauf zur Bergstation, wo wir Mittagspause machen wollen. Auch dort oben vor der Kneipe liegen heute sehr viele Skier und wir befürchten schon, dass wir keinen Platz drin bekommen. Wir haben aber Glück, weil gerade eine junge Frau einen 2er-Tisch freimacht. Nachdem heute Abend Lachsröllchen angesagt sind, holen wir uns nur einen kleinen Snack für den kleinen Hunger.
Nachdem die Sicht heute so toll ist, habe ich mir in den Kopf gesetzt, mal ganz rauf zum höchsten Punkt im Skigebiet auf 3.600m zu fahren. Wir fahren den Schlepper von der Bergstation aus rauf und trennen uns oben. Der letzte Lift ganz oben liegt etwas abseits und man muss ca 10 min hinschieben/-rutschen. Gitta ist das zu anstrengend, also mache ich mich alleine auf den Weg. Bei der Höhe bringt einen schon das bisschen Anschieben und Laufen ganz schön aus der Puste. Der Blick von dort oben entschädigt aber für alles, man hat einen Wahnsinnsblick in fast alle Richtungen. Fast hat man den Eindruck, also ob man vom Flieger aus guckt. So schön, dass es mir fast die Tränen in die Augen treibt. Einige Fotos später mache ich mich wieder auf zum Treffpunkt mit Gitta an der Bergstation Gondel. Von dort aus fahren wir gemeinsam die Piste namen Mura runter zur Mittelstation. Dort trennen wir uns wieder - Gitta nimmt die Gondel und den Bus, ich fahre mit den Skiern runter zum Haus. Die letzte Abfahrt - eine schwarze namens Valentine - gibt mir dann den Rest, vollkommen erschöpft komme ich eine Dusche, eine Flasche Wasser, und eine Runde Dehnen vor Gitta an. Als ich aus der Dusche komme, sehe ich den Bus und gehe runter, um Gitta beim Tragen zu helfen. Ihr ist heute im Bus ein kleines Malheur passiert und sie ist auf dem nassen Boden im Bus ausgerutscht und hingefallen und lag auf dem Rücken wie ein Maikäfer Zum Glück ist nicht wirklich was passiert. Wir beschließen den Tag wieder auf der Couch mit Lachsröllchen und entspannen unsere geschafften Muskeln auf der Couch. Mal sehen, was morgen der letzte Skitag bringt.