Na das sieht heute schon mal viel besser aus! Viel weniger Wolken am Himmel als die letzten Tage. Obwohl Juno, die Tochter meiner Gastgeber aufwacht, als ich die Treppe untergehen, sind Lucie und David genauso freundlich wie gestern.

Die ersten Kilometer gehen heute wie im Flug, entweder sind meine Beine heute besser oder ich habe ausnahmsweise mal den Wind im Rücken. So bin ich in gut eineinhalb Stunden in Saint Vaast de Hogue, eine süßen kleinen Hafenstadt mif einer vorgelagerten Insel. Das ulkige ist: es fährt ein kleines Schiff dorthin, das im Hafen einfach eine Rampe hochfährt - auf Rädern! Hab ich auch noch nicht gesehen. Nebenbei bemerkt verweigert eine Möwe meine Apfelbutzen - schmeckt anscheinend nicht... Weiter geht es zügig über Land nach Barfleur. Auch auf dieser Strecke fällt auf, dass jedes noch so kleine Kaff eine (ziemlich alte) Kirche hat.

In Barfleur erwischt mich dann der Regen, ohne den man wohl hier keine Tag auskommt. Zum Glück ist das gleich wieder vorbei, dafür dreht sich der Wind mir wieder entgegen. Auf der Strecke gen Cherbourg rolle ich dann noch mal runter zu einem Leuchtturm. Dort bläst der Wind aber so ungemütlich, dass ich nur ein paar Fotos mache und zur Straße zurückfahre. Unterwegs kommt dann dann die Absage für mein gewünschtes Zimmer heute Nacht. Ich entscheide mich dann für heute für ein Hotel, ist kaum teurer als die anderen Nächte und es gibt sogar eine kleine Küche! Nach der obligatorischen Dusche mache ich mich zu Fuß auf durch Cherbourg. Was es hier überall gibt sind Muscheln mit Pommes, muss ich mal probieren, vielleicht morgen Mittag... Ich leiste mit lieber im Carrefour einen Salat, Krabben und Salami, dazu ein Bier von den Ch'Tis. Morgen geht es dann weiter nach Barnevilee-Cartert. Mal sehen, viellicht komme ich schon von dort rüber nach Jersey...