Na heute hat es mich richtig erwischt! Es sah schon ziemlich grau und regnerisch aus, als ich aufgewacht bin.

Ich habe mir im Einkaufszentrum gegenüber noch Platten für die Radlschuhe geleistet, weil meine alten ziemlich herbröselt sind. Und den Morgenkaffee habe ich mir dort auch noch gegönnt, weil das Frühstück im Hotel noch mal 10€ gekostet hätte. Viele kommen dort vor der Arbeit auf einen Kaffee vorbei. (manche sitzen auch schon kurz nach halb zehn beim Bier....)

Als ich dann loskomme, regnet es gerade nicht, aber alles ist nass. Nachdem ich Cherbourg hinter mir gelassen habe, geht es so einigermaßen vorwärts. Ich verlasse die geplante Route, um näher am Meer zu bleiben. Das ist landschaftlich wunderschön, auf einmal sehe ich am Straßenrand eine Bilderausstellung unter freiem Himmel. Beim näheren Hinsehen entpuppt sich das ganze als Fotoausstellung über die Region. Alles schön groß und tolle Bilder (so könnte es aussehen, wenn das Wetter besser wäre) Aber es sind einige Orte dabei, an denen ich auch schon war. Kurz darauf fängt es dann richtig zu regnen an und der Wind wird stark. Eine Zeitlang hal halte ich das durch, aber dann reift der Entschluss, heute früher Schluss zu machen und ein Quartier zu suchen, woraufhin es so aussieht, als ob es besser wird. Also fahre ich weiter, aber nur um noch nasser und noch kälter zu werden. In Auderville reicht es mir dann, ich schaue mir die Preise von einem kleinen Hotel an und suche noch ein bisschen weiter und werde ein paar Strassen oberhalb fündig: ein ganz schönes Zimmer in einem alten Bauernhof und auch nicht teurer als die anderen Privatzimmer.
Komischerweise wird das Wetter schlagartig besser, als ich mein Zimmer bezogen habe... Aber was solls, ich mache einen langen Spaziergang zum Meer ans Cap de la Hague (ja, richtig, eine WAA muss es hier auch igendwo geben) Dorf genieße ich dann mein erstes richtiges Essen heute in der Sonne am Strand: Salami mit Nüssen mit Baguette und eine Apfeltasche als Nachtisch. Nach zwei Stunden kehre ich zurück in mein Zimmer und lege mich noch ein bisschen flach, auch wenn es heute nur 45 km waren, sind die Muckis ein bisschen schlapp. Abendessen gibt es heute das erste Mal im Restaurant, in dem Hotel das ich zuerst ins Auge gefasst habe - lecker! Drei Gänge und zwei Viertel Weisswein ziehe ich wieder zurück ins Quartier - alleine im Restaurant ist nicht so prickelnd. Morgen geht's weiter Richtung Portbail, mal sehen. was ich noch über die Fähren nach Jersey herausfinden kann.