Heute muss es mal ohne Fotos gehen. Ich habe den Tag langsam angehen lassen und bin nach dem Frühstück erst mal zu Fuss los, um Gorey noch ein bisschen zu erkunden.
Zuerst rauf zur alten Burg auf dem Felsen und den grandiosen Blick den langen Strand genießen, der um diese Tageszeit riesig ist, weil noch Ebbe ist. Dann einen schönen Spaziergang den Strand entlang und die Sonne genießen...
Nach dem Packen und dem Herrichten des Fahrrades (Sick lässt grüßen...) heisst es Abschied nehmen von Jenny und rauf auf den Sattel. Ich habe mir kein großes Pensum für heute vorgenommen, ich will noch die Südweste-Ecke bei Corbiere sehen. Ist schon komisch auf Jersey: alle Orts- und Strassennamen schauen französisch aus, aber ansonsten könnte die Insel englischer nicht sein - siehe Linksfahren und die Währung. Der Weg nach Corbiere scheint laut Karte am Meer entlang zu gehen, hat es aber an manchen Stellen in sich, mir haut es bei dem heute wieder tollen Wetter ganz schön den Dampf raus und die Muckis melden, sie wären an der Grenze des machbaren angekommen. Aber ich habe es geschafft, ich musste nicht schieben. Gegen 4 bin ich dann wieder zurück in St. Helier und bummle noch ein bisschen durch die Straßen, bis ich zur Fähre muss. Nach zwei Anläufen finde ich einen Uhrmacher, der mir mein Armband wieder richtet - ich hatte zwei Verbindungsstäbe verloren. Darüber hinaus hole ich mir noch ein bisschen was zum Abendessen, dann muss ich abends in St. Malo nicht noch mal los. Die Überfahrt mit der Fähre geht wieder problemlos, ich gönne mir ein Glas Wein (Yellow Tail Shiraz - schwer, aber lecker) und höre noch ein bisschen Musik. Ich hatte mit Anne, meiner Gastgeberin vom Mittwoch ausgemacht, dass ich das Zimmer heute noch mal haben kann. Sie selbst ist nicht da, sie schickt nur Franck, Ihren Freund vorbei, der mich in die Wohnung läßt und mir den Schlüssel gibt. So habe ich heute Nacht eine Wohnung für mich allein in Saint-Malo! Ich genießen noch mein kleines Abendessen aus Jersey und ein Bier und dann reicht es für heute. Morgen Mittag geht es dann mit dem Zug nach Paris für die letzten beiden Tage.
Nachtrag: So ganz alleine bin ich doch nicht in der Wohnung, Anne hat ihre kleine Katze dagelassen. (s.o.)