Heute Morgen bin ich das erste Mal nicht vor dem Wecker aufgestanden. Ob ich mich doch langsam an die Zeitumstellung gewöhne?

   Ich habe auch den Eindruck, ich bin nicht so oft aufgewacht wie die Nächte bevor. Es geht vorwärts, jetzt wo es langsam zu Ende geht. Ich war aber trotzdem früh genug wach, um ziemlich genau um neun oben auf dem Parkplatz in Brighton anzukommen. Diesmal schon in der zweiten Reihe, also etwas weniger Fußweg zu Piste als letzten Freitag. Das Wetter ist traumhaft, die Sonne verpasst allem einen schönen Glanz, aber es ist eine ganze Ecke kälter als letzte Woche. Da werden die Finger beim Anziehen hinter dem Auto ganz schön klamm. Das Ticket habe ich im Internet auf meine vorhandene Karte geladen, demzufolge kann ich gleich zum Lift und hoch. Auch beim Hochfahren machen sich die deutlich geringeren Temperaturen deutlich bemerkbar. Also oben schnell los und bewegen, dass es warm wird. Nach ein paar Abfahrten probiere ich es hier auch mal neben der Piste, um dabei festzustellen, dass mir der gestrige Tag noch gewaltig in den Knochen steckt. Ich glaube, das lasse ich lieber und lege heute einen Pistentag ein, das ist nicht ganz so anstrengend wie Tiefschnee und Buckel.

   Um kurz nach elf sind meine Füße aber soooo kalt, dass ich einen kurzen Einkehrschwung mit Capuccino und Cookie mache, um die Treter etwas aufzuwärmen. Das hilft auf jeden Fall und ich schwinge über die in den Wald gebauten Pisten. Das macht richtig Laune, mit Höchstgeschwindigkeit zwei parallele Spuren in den Schnee zu schneiden und dann beim Hochfahren aus dem Lift das Ganze zu begutachten. Ein Hoch auf meine Latten!

   Die zweite Pause legen ich dann gegen halb zwei ein und genieße im Sessel im Flur de Brighton Centers meine beiden Cheddar-Schinken-Bagel und lass die Muckis etwas Kraft tanken. Und nebenbei knete ich noch die Zehen meines linken Fußes, damit das Gefühl wieder zurückkehrt. Nach einer guten halben Stunde dort geht es dann in die letzte Runde, hier mache ich noch eine Extra-Abfahrt, die ich Gitta widme, auf einer Piste namens Sunshine – der Name ist Programm heute.

   Gegen vier ist dann auch der vorletzte Skitag zu Ende und ich fahre wieder das Tal hinunter nach Salt Lake City und schau vorher noch in einem Klamottenladen vorbei, bei dem ich letztes Jahr einen sehr bequeme Jacke erstanden habe. Im Outlet in Park City hatten sie von der Sorte leider keine mehr, aber hier in Salt Lake City kann ich mir noch eine Alternative mitnehmen. Heute Abend gibt es dann das zweite Steak und morgen geht es noch mal nach Powder Mountain.