So, nachdem wir die letzten beiden Tage die etwas kleineren Skigebiete unter die Bretter genommen haben, ist heute mit Deer Valley ein etwas größeres Gebiet dran.

   Das sieht man auch am Preis für das Liftticket, der sich nur etwas lindern lässt, indem man am Abend vorher im Sportgeschäft ein ermäßigtes kauft. Heute sind wir etwas früher dran und kommen gegen halb neun los und sind gegen viertel zehn oben am Parkplatz. Eigentlich dachten wir, damit sind wir unter den ersten aber weit gefehlt: Der obere Teil des Parkplatzes ist schon voll und wir müssen etwas laufen, um uns oben die Gutscheine in Tickets umzutauschen. Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass im Rahmen der Olympischen Winterspiele 2002 in Salt Lake City die alpinen Wettbewerbe in Deer Valley und Park City augetragen wurden? Mich erinnert das Gebiet etwas an Breckenridge und Vail in Colorado, auch hier gibt es supernoble Villen bis ganz rauf auf den Berg, sogar mit Zufahrtstraßen. Ich möchte nicht wissen, was so ein Anwesen dann kostet.

   Anyway, wir sind zu Skifahren hier und das geht prima, von oben an den höchtsten Stellen hat man einen Wahnsinns-Ausblick, das hat was von "unendlichen Weiten"... Vor dem Mittagessen trennen wir uns wieder, Gitta fröhnt wieder den grünen Pisten und ich erkunde den Nachbarberg in der Hoffnung auf etwas Pulver. Leider hat die Schneefront diese Woche Deer Valley etwas links liegen gelassen, so dass die meisten schwarzen Pisten ziemlich bucklig sind.

   Mittag machen wir dann unten an der Talstation. Wir haben etwas Bedenken, ob es OK ist, dass wir in der "Apres-Bar" unser Vesper essen, aber als ich zur Theke gehe, um uns zwei Cappuchino zu holen, teilt man mir mit, dass die Bar erst um halb drei aufmacht (deswegen Apres...) Also gibt es den Kaffee eine Etage tiefer im SB-Restaurant. Dankenswerterweise sind trotz der hohen Liftpreise, die Preise für den Cappuchino nahezu die gleichen wie in den anderen Orten auch.

   Nach dem Mittagessen trennen sich unsere Wege nochmal, ich versuche mich auf den schwarzen Pisten ganz hinten und Gitta bleibt in der Erfolgsspur (Ihre Liebligsabfahrt heißt "Success"). Gegen halb vier reicht es uns und unseren Knochen dann und wir können auf der Heimfahrt den Verlockungen des Tanger-Outlets nicht wiederstehen und schaffen es erst nach Einbruch der Dunkelheit wieder zurück nach Salt Lake City. Während der Abfahrt hat man einen tollen Blick auf die Stadt uns sieht erst jetzt, wie groß sie eigentlich ist: die gesamte Ebene zwischen den Bergen ist mit Lichtern erleuchtet. Und die ist breit, kein Vergleich mit einem Tal in den Alpen, die Rocky Mountains sind viel, viel weitläufiger.

   Morgen gibt es dann einen Tag Pause für die Muckis, mal schauen, wohin uns der Ausflug bringt.