Auf in den letzten Skitag für unseren Trip heute.
Ziel ist diesmal Squaw Valley, wo 1960 die olympischen Winterspiele ausgetragen wurden. Nach dem Parkplatz-Chaos in Heavenly schauen wir heute, dass wir gegen 8 wegkkommen, in der Hoffnung, einen Parkplatz zu ergattern. Wettertechnisch schaut das heute wieder traumhaft aus, laut Wetterbericht soll es erst heute Abend und Nacht wieder schneien und wärmer werden.
Über den Pass auf der US50 Richtung Lake Tahoe hatten wir noch nie so wenig Schnee, das sieht richtig gut aus und wir kommen gut voran. An der Abzweigung nach Alpine Meadows wäre ich am liebsten schon abgebogen, aber das Navi und Gitta halten mich davon ab. Also dann erst die nächste Kreuzung links und noch etwas hinter in Tal. Der Parkplatz ist: groß und nicht gut bestückt, das wäre also schon mal geschafft und meine größte Sorge für mich aus der Welt.
Dann also noch schnell die Tickets holen und los. An der Kasse werden wir allerdings belehrt, dass wegen Wind (= Sturm, später steht im Internet mit Geschwindigkeiten bis 130 km/h) der gesamte obere Bereich bis auf weiteres geschlossen bleibt. Und die Lifte, die noch offen sind, sind für Anfänger angeblich nicht geeignet. Besser wäre es in Alpine Meadows, wo es einfachere Pisten gibt und wo es etwas windgeschützter sein soll. Der Skipass gilt dort auch und es gibt einen Shuttle-Bus. Jetzt weiß ich auch, warum ich vorhin da schon abbiegen wollte.
Dort angekommen, stellen wir fest, dass es genauso bläst und dass genau drei Lifte offen sind. Also erst mal einen kurzen ausprobieren, wo nicht so viele Leute stehen. Zum Glück haben die Lifte hier einen Bügel, so dass es uns nicht rausbläst aus dem Sessel. Wir könnten fast damit angeben, dass wir einen Privatlift und eine Privatpiste haben. Erst als wir oben sind, kommen noch ein paar Leute dazu, was wohl daran liegt, dass sie den Nachbarlift eben auch noch zugemacht haben. Danach wagen wir uns an den etwas längeren und hier sieht es gut aus: eine schöne, breite Piste durch den Wald, die nicht zu steil ist. Aber der Wind lässt die Fahrten nach oben eine ziemlich pustige Angelegenheit werden. Gegen halb eins ist und dann so kalt, dass wir zu einem Kaffee, Pommes und Cookies einkehren, um uns etwas aufzuwärmen. In der Lodge gibt es (wie überall hier) WLAN und wir stellen fest, dass es bei den 5 in Squaw Valley laufenden Liften auch eine Blaue (easiest way down) gibt. Also entschließen wir uns, mit dem Shuttle wieder zurück zu fahren und dort unser Glück zu versuchen.
Das mag ja sein, dass die Pisten auch für leicht fortgeschrittene fahrbahr sind, allerdings sagt einem keiner etwas- wie hoch die Lifte hier über dem Boden nach oben schweben. Das ist schon für mich ziemlich hoch und Gitta rutscht dabei das Herz in die Hose, das ist für sie zum Teil nur mit geschlossenen Augen machbar. Das versuchen wir mit zwei verschiedenen Liften mit dem gleichen Ergebnis: An manchen Stellen pfeift der Wind wie die Sau und pustet Schnee über die Piste, so dass man den Eindruck hat, man fährt durch den Nebel. Nach der zweiten Abfahrt streicht Gitta die Segel und ich fahre noch einmal so weit rauf wie es geht für einen kleinen Nachschlag. Oben angekommen, überrascht mich die Aussage, dass sogar der "easiest way down" eine schwarze Piste ist. Das habe ich so auch noch nicht gesehen. In Anbetracht meiner heute morgen nicht unerheblichen Kreuzschmerzen nehme ich dann doch ein einfachste und lasse die "Experts Only" links und rechts liegen. Die fährt aber außer mir keiner. Diejenigen, die noch unterwegs sind, sind wohl alles Experten. Dies führt dazu, dass ich vollkommen allein auf der Piste bin und mir zwischendrin immer wieder überlege, ob ich hier wohl richtig bin. Das klappt aber alles und ich komme unversehrt wieder unten an.
Auf dem Heimweig machen wir noch ein paar Stops zum Fotografieren und Einkaufen. Ganz zum Schluß können wir noch die Nightlife-Stimmung in Carson City erleben. Morgen geht es dann zurück nach San Francisco.