Oha. Der Himmel öffnet wieder seine Schleusen.
Diesmal aber nicht mir Schnee, sondern mit Regen. Genauer gesagt, es schüttet wie aus Eimern. Wenigstens bekommt das Auto, dass doch einiges an Patina angesetzt hat, eine Wäsche umsonst. Wie gewohnt sind wir früh wach, packen die letzten Sachen zusammen, frühstücken, beladen das Auto und dann los. Leider können wir uns von unseren tollen Vermietern nicht persönlich verabschieden, die sind schon wieder bei der Arbeit.
Auf dem Pass über die US50 geht der Regen dann in Schnee über, so dass wir nur langsam vorankommen, das sind wir ja schon gewohnt. Das erste Ziel ist ein Kleiderladen in Heavenly, dass im Regen aber alles andere als himmlisch aussieht. Wir sind froh, dass wir für heute keine Skipässe haben, das wäre wohl nicht so lustig heute. Nachdem der Klamottenladen noch nicht offen hat, machen wir noch eine kurze Tour durch ein Sportgeschäft hier - bei Preisen, dass es dich friert - um dann festzustellen, dass der angepeilte Laden aber nur Schlafanzüge und Nachthemden führt. Nicht ganz das, was Gitta sich erwartet hatte.
Also weiter auf die US50, nächstes Ziel ist das Einkaufszentrum in Folsom, wo wir auf dem Hinweg schon einen Stopp eingelegt haben. Auch hier geht es über einen Pass, bei dem streng kontrolliert wird, ob man entweder Ketten drauf oder ein Auto mit Allrad hat. Und mit dem Schnee auf der Straße geht es nur langsam voran. In Folsom regnete es wieder und wir machen die geplante Tour durch die Geschäfte und werden auch etwas fündig. Vorher noch einen Kaffee beim großen "M".
Dann geht es auf die letzte Etappe bis San Francisco, immer noch begleitet vom nicht enden wollendem Regen. Gegen halb sechs (mitten in der Rush-hour, das nehmen wir auch noch mit) erreichen wir dann unser AirBnB-Zimmer bei Jasmin. Der Gegensatz zu der Wohnung in Carson City ist schon krass: Das Zimmer ist zwar großzügig und es gibt einen Gemeinschaftsraum mit Couch und Esstisch, aber weder Tassen, noch eine Schüssel für unseren geplanten Salat und auch keine Möglichkeit, sich Kaffee zu machen. Es steht zwar Kaffeepulver auf dem Tisch aber Filter fallen aus. Also mehrere Minuspunkte, weil auch keinerlei Interesse an Kontakt, Fragen werden nur über die App beantwortet, die junge Frau, die uns begegnet, spricht kaum Englisch, wir haben den Eindruck, die finanziert sich ihre Bude mit der Vermietung der beiden Zimmer.
Doch wir sind flexibel und auch erfinderisch, so dass es den geplanten Salat dann doch gibt. Morgen gibt es dann die Foto-Tour durch die Stadt.