Gestern abend hatten wir noch überlegt, ob wir die Foto-Tour wegen dem Regen absagen sollen.

   Aber nachdem das beim letzten Mal mit der Tour über die Treppen gut funktioniert hat, haben wir es gewagt. Und der Blick aus dem Fenster scheint und recht zu geben. Es ist zwar noch nass draußen, aber die Sonne spitzt durch die Wolken. Für den Vormittag haben wir heute noch eine kurze Jogging-Runde geplant. Den Kaffee vorher gibt es leider nicht in der Wohnung, geschweige denn im Bett, da muss wieder die Kaffee-Tankstelle mit dem gelben Buchstaben herhalten. Auf dem Weg zum Merced-Park fängt es aber blöderweise wie zu regnen. Aber wir sind da ja schmerzfrei (na ja, fast....) und ziehen die 4km durch. Bei schönen Wetter wäre der Park bestimmt nicht schlecht, aber bei Regen und Wind verliert man dann doch den Blick für das schöne.

   Dann noch mal zurück ins Quartier zum Duschen und wieder los. Vorher noch ein Tagesticket für den Bus im Internet gelöst und weiter im Text in die Stadt rein. Überraschenderweise will der Busfahrer unsere Ticket sehen und belehrt uns dann, dass unsere Tickets nur für den Bus in der Stadt selbst funktionieren, aber in dem Zubringerbus zur S-Bahn (bart) nicht gelten. Alson noch mal löhnen, zu Glück habe ich noch genug 1-Dollar-Scheine zumindest für die Hinfahrt. Für die S-Bahn gibt es das Ticket dann im Automaten und wir sind rechtzeitig genug da, um vor der Tour noch einen Kaffee zu nehmen.

   Um kurz nach 1 sind wir dann am vereinbarten Treffpunkt und kurz darauf kommt auch Anthony, unser Foto-Guide für heute nachmittag. Der führt uns kreuz und quer durch Downtown San Francisco und gibt eine Masse an Tipps und Tricks für eine gute Gestaltung von Fotos. Im Lauf der Tour lernen wir auch seine Definition von Popo kennen: "Privately Owned Public Objects": Es gibt hier eine Verordnung, dass wenn man ein Gebäude mit mehr als 25.000 Quadrat-Fuß baut, dass man einen öffentlich zugänglichen Bereich zur Erholung zur Verfügung stellen muss. Das ist in vielen Fällen ein gut gepflegter Park, kann aber auch eine Dachterasse sind (die wir ohne ihn nie gefunden hätten). Letzteres ist besonders schick, weil wir von dort oben aus dem 15. Stock ein Foto mit dem Cable-Car zwischen den Häuserschluchten schießen können. Alles in allem eine tolle Tour mit vielen schönen Fotos.

   Für den Abend haben wir uns dann ein Steakhaus vorgenommen, das auch nicht weit weg von unseren Quartier ist. Als wir dort reinwollen (der Parkplatz ist schon rappevoll), werden wir aber abgewiesen, angeblich gibt es in Problem mit der Küche und sie haben für heute Abend zu. So viel zu unseren Plänen für den letzten Abend. Zum Glück giebt es gleich nebenan einen Mexikaner, wo wir auch auf Anhieb einen Platz bekommen. Das Essen dort ist auch superlecker, so dass wir das geschlossene Steakhaus schnell vergessen. Nach dem Laufen und der Foto-Tour haben wir auch genug Platz für die Portionen hier in unserem Magen.

   Dann wieder schnell zurück ins Quartier, alles einpacken, morgen heißt es früh aufstehen, wir wollen um 6 am Flughafen sein und müssen vorher noch das Auto abgeben.