Na, heute sind wir wieder früh wach. So ganz haben wir uns an die Zeitumstellung noch nicht gewöhnt.

   Aber dafür haben wir dann heute Zeit und sind ziemlich früh in Carson City (denkste, erinnert Euch später noch mal an diesen Satz). Wir kommen gegen halb neun los und decken uns erst noch mal mit Proviant ein und dann ab auf die Autobahn. Dieses mal geht es über die Bay Bridge in Richtung Oakland und dann weiter Richtung Sacramento. Nachdem wir die Stadt hinter und gelassen haben, kommen wir auch gut vorwärts. Nach einer guten Stunde noch ein Boxenstopp mit Kaffe und dann haben wir in Folsom eine Outlet-Mall im Auge, wo wir noch ein bisschen bummeln wollen. Da sind wir dann auch gegen 11 bei strahlendem Sonnenschein, auch wenn es doch langsam ziemlich frisch wird. Von Schnee ist aber weit und breit nix zu sehen. Allzu viel werden wir nicht fündig, die schönen Sachen sind auch hier ziemlich teuer. Aber ein bisschen was können wir ergattern.

   Kurz darauf steht ein Hinweisschild am Highway: nur für Fahrzeuge mit Ketten oder Allrad ist die Weiterfahrt gestattet. Zum Glück habe ich am Flughafen auf einen 4WD bestanden. Und die kontrollieren das hier wirklich: alles auf eine Spur zusammen und dann wird nachgeschaut bzw. -gefragt (four wheel drive? - yes). Und wirklich, ein paar hundert Meter weiter liegt auf einmal Schnee auf der Straße. Damit geht es dann natürlich deutlich langsamer vorwärts. Und ich hatte unserem Vermieter zwischendrin geschrieben, dass wir wahrscheinlich zwischen fünf und halb sechs da sein werden. Es geht erst mal einen Pass hoch - dank Allrad ist das weiter kein Thema, der Toyota zieht locker durch den Schnee nach oben. Auf der Abfahrt bin ich dann etwas vorsichtiger, denn mit dem lockeren Schnee schiebt es das Auto immer wieder mal nach links oder rechts. So schlagen wir uns durch bis zum Rand des Lake Tahoe und von dort aus geht es die US50 dann wieder über einen Pass nach Carson City. Und das hat es dann richtig in sich, teilweise lockerer, teils fester Schnee auf einem vierspurigen Highway, und wir kommen gerade mal mit 20 Meilen pro Stunde vorwärts. Da ist Konzentration angesagt und uns beiden reicht es dann für heute, als wir unten angekommen - dank Handy-Navi unser Ziel bei Scott und Renee erreichen. Es dauerte dann doch ein ganze Ecke länger als gedacht und als geplant (s.o.) Wir werden von Renee äußerst herzlich empfangen und fühlen uns in der Wohnung auf Anhieb pudelwohl. Ein Traum im Vergleich zu der kleinen Kammer in San Francisco, hier kann man es aushalten.

   Mit letzter Kraft (wirklich) laden wir das Auto aus, richten uns ein und beschließen den Tag mit einem Glas Rotwein und einem Film aus der deutschen Mediathek - allerdings bekommen wir den nur noch in Stücken mit, so fallen uns die Augen zu. Morgen geht es dann nach Sugar Bowl zum Skifahren.