Boah, um 5 Aufstehen ist schon heftig. Vor allem wenn man am Abend vorher noch auf einer Geburtstagsfeier war.
Aber was soll's wir haben ja Urlaub. Also einen Kaffee gemacht, alles auf dem Rad verstaut (dabei die Luftpumpe noch abgebrochen) und los zum Bahnhof. In Nürnberg dann umgestiegen in den IC gen Karlsruhe - nicht ohne noch einen Kaffee und ein paar Pizzataschen geholt zu haben. In Stuttgart nutze ich die 6 Minuten dazu, noch zwei Streuseltaler zu holen, was Gitta ein wenig beunruhigt, weil der Zug losfährt, ohne dass ich zurück bin. Aber ich bin am anderen Ende eingestiegen und bin dann gleich bei ihr. Allerdings stoppt der Zug gleich wieder, angeblich, weil irgendein Held die Notbremse gezogen hat. Aber 10 Minuten später geht es dann doch los. Na hoffentlich klappt das in Karlsruhe mit dem Umsteigen.
Die Befürchtung ist unbegründet, die Zeit langt locker, um die Fahrräder von einem Gleis zum anderen zu bringen. In Rastatt richten wir dann unseren privaten Schienenersatzverkehr ein, umgehen den eingestürzten Tunnel und radeln nach Baden-Baden. Von dort aus noch ein kurzes Stück bis Appenweier und dann wieder mit dem Rad bis Straßburg. Unterwegs legen wir noch einen kurzen Stop am Rheinufer ein und vespern ein bisschen. Den Bahnhof in Straßburg zu finden gestaltet sich etwas schwieriger als gedacht, aber wir haben noch genug Zeit, vor der Abfahrt unseres Zuges nach Paris noch für das Abendessen einzukaufen.
Im Zug haben wir erst das Abteil für uns alleine, erst nach dem zweiten Stop in Luneville (der erste war in Zabern...) gesellt sich eine ältere Dame zu uns und verwickelt uns (oder eher mich, weil sie nur französisch spricht) in ein Gespräch. Das ist aber schon nach unserem Abendessen, so dass wir kurze Zeit später ermattet zusammensinken und immer wieder etwas wegdämmern.
Das zieht sich ganz schön bis Paris, wenn man nicht im TGV unterwegs ist, aber irgendwann haben wir es - kurz nach Einbruch der Dunkelheit - dann doch geschafft und stehen am Bahnhof und genießen das Pariser Flair. Das Hotel ist gleich gefunden, das Zimmer ist recht klein und im Ergeschoß mit Blick auf den Gehsteig, aber für die erste Nacht ist es OK. Uns reicht es auf jeden Fall für heute, war ein langer Tag.