Das klingt aber nass draußen beim Aufwachen...

   beim ersten Mal die Augen auf machen prasselt der Regen auf die kleine Gasse direkt vor unserem Zimmer. Wir haben gestern das letzte Zimmer bekommen, alle Fußgänger haben direken Blick auf unser Bett. Also erst mal: Vorhang zu. Aber zum Fenster zu machen ist es zu warm, und so muss ich eine (gefühlte) Viertelstunde ein auf arabisch geführtes Telefongespräche belauschen, ohne ein Wort zu verstehen.

   Aber irgendwan hat es mich dann doch weggepfiffen und die Nacht ist zwar bewegt, aber erholsam. Beim zweiten Aufwachen ist der Regen dann auch weg und das Wetter nähert sich dem, was das Handy behauptet. Frühstück ist ibis-bewährt lecker und danach geht es auf Richtung Sacre-Coeur. Ist ein ziemlicher Anstieg, vor allem dann am Schluss die Stufen hoch zur Kirche. Und nach dem Regen heute Nacht und der Sonne jetzt, ist es auch sehr dämpfig und schwül.

   Wir werden aber belohnt von der Kirche innen, auch wenn vor der Tür eine Schlange steht, bei der die Security die Taschen kontrolliert. Auch wenn drinnen ein Gottesdienst stattfindet, kann man außen rum das zwar barocke, aber nicht überladene Gotteshaus bewundern. Der Ort hat was, das hat mich schon vor drei Jahren beim letzen Mal hier sehr berührt. Nachdem wir schon hier oben sind, schlendern wir dann noch durch den Montmatre runter und wandern Richtung Arc de Triomphe. Wanderen ist der richtige Ausdruck, die Strecken hier sind schon nicht ohne. Aber immer den Blick auf die wunderschönen Häuser mit ihren französischen Balkonen. Der Triumphbogen ist doch noch etwas größer als ich ihm mir vorgestellt habe. Der Eintrittspreis auch, deswegen bleibt es dann beim Bewundern von unten. Auch auf der Champs-Elysee sind uns die Preise etwas zu hoch, aber durchschlendern und in die Schaufenster gucken und froh sein, dass nichts wirklich kaufenswertes dabei ist, hat auch was.

   So langsam regt sich dann unser Hunger und wir bewegen uns zurück Richtung Hotel. Aber auf dem Weg machen wir noch einen Abstecher in die Galeries Lafayette. Aber auch hier: zum Glück nichts, was man unbedingt haben muss in diesem Luxustempel des Überflusses.

   Besser ist: im Supermarkt etwas Käse, Hummus und Brot mitnehmen und in dem (nach dem Umzug viel schöneren Zimmer) zu vespern. So gestärkt ziehen die dann wieder los (diesmal mit der Metro), am Rathaus und Notre Dame vorbei Richtung Eiffelturm. Dort: Schlangen und erst mal durch die Security, bevor man überhaupt an die Kassen kommt. Die kleinste Schlange steht am Nordturm, allerding muss man dort die Stufen hoch in den zweiten Stock klettern. Alles in Allem gut 500 Stufen, aber der Blick entschädigt für vieles, auch wenn wir den Sonnenuntergang verpasst haben. Paris bei Nacht von oben hat schon was...

   Nach eingem Wandern an der Seine entlang reicht es uns dann doch mit dem Laufen und wir suchen nach einer Mitfahrgelegeheit. Das gestaltet sich doch etwas schwierig weil die Busse alle in die falsche Richtung fahren und die Metro doch ziemlich versteckt gehalten ist. Aber auch das kriegen wir hin und rattern per Metro zurück Richtung Hotel. Was sehr angehm hier ist: an allen Bahnhöfen gibt es einen Schalter, an dem man Tickets kaufen und fragen kann. (auch wenn man manchem dort das Wort aus der Nase ziehen muss)

   Zum Abschluss des Tages noch zwei Bier (€11) ab der Kneipe um die Ecke vom Hotel und dann fallen wir in die Heia. Morgen ist auch noch ein Tag in Paris.