Erster Blick aus dem Fenster: kein Regen, die Sonne scheint - wenn Englein reisen.

   Auch heute beginnen wir den Tag mit lecker Frühstück, fast die gleichen Leute im Frühstücksraum wie gestern. Wir fangen im Sportgeschäft an, holen noch die letzen notwendigen Teile für die Tour und dieses Mal nehmen wir die Metro, anstatt so ewig weit zu laufen.

   Von dort aus geht es Richtung Louvre mit einem kurzen Abstecher in den Jardin des Tuleries (Tulierien-Garten) und einer kurzen Verschnauf- und Trinkpause. Prima, hier gibt es einzelne Stühle, die man sich nehmen kann, um das Grün zu genießen. Das machen übrigen auch viele Pariser in Anzügen und Kostümen, sie verbringen hier anscheinend die Mittagspause. Um in den Louvre zu gehen, ist das Wetter viel zu schön und wir bummeln zurück entlang der Seine zur "Carrie-Bradshaw-Gedächtnis-Heiratsantrags-Brücke" - auf vielfachen Wusch einer einzelnen Person ;-)

   Unter dem Invalidendom hatten wir uns etwas anderes vorgestellt als das Armee-Museum und Napoleons Grab. Nachdem das auch noch Eintritt kostet, schenken wir uns das und kaufen uns lieber zwei Bier und knallen uns hinter dem Eiffeltrum auf dem Märzfeld auf die Wiese. Die Metro bringt uns dann mit einmal umsteigen zu Notre-Dame, die heute auch für uns geöffnet hat. Gitta hat nicht ganz die Schultern frei, also bekommt sie keinen Umhang verpasst wie so manche andere. Ist schon paradox: dass ein dunkelhäutiger (fast arabisch anmutender) Soldat am Eingang einer christlichen Kirche steht und Frauen bittet, sich etwas zu bedecken. Aber warum eigentlich nicht?

   Von dort aus bringt uns wieder die Metro Richtung Montmartre, den wir für das Abendessen auserkoren haben. Allerdings haben wir etwas unterschätzt, wie viel Stufen man da wieder hochlaufen muss...Erinnerungen an den Eiffelturm gestern kommen wieder hoch. Oben angekommen haben wir die Qual der Wahl, nachdem wir ziemlich früh dran sind, manche Lokale machen grade erst auf.

   Die allerbeste Wahl haben wir wohl nicht getroffen, die Teller in den benachbarten Lokalen schauen etwas leckerer aus als unsere Quiche und Burger, aber wir werden satt und tappen dann langsam den Berg wieder runter Richtung Hotel. Heute Nacht werden wir nicht so alt, morgen müssen wir früh raus und Richtung Bahnhof und Küste.