Die entscheidende Frage heute morgen: Hat es zu regnen aufgehört?

   Die Antwort gibt ein Blick auf die Dächer gegenüber: ja, denn sie trocknen langsam ab. Dafür sieht es ziemlich neblig aus. Aber kein Regen, das ist schon was nach dem Tag gestern. Heute schaffen wir es, unsere Wohnung bis 9:30 zu räumen. Dann noch schnell zwei Baguette Americain beim besten Bäcker am Ort besorgt und los.

   Kaum sind wir über die Brücke im Ort, geht es auch schon den Berg rauf, aber nur kurz und dann unten rum nicht zu weit weg vom Strand. Wieder was gelernt heute Morgen: Wenn Du in Google Maps deine Route änderst und aufs Handy überträgst, dann gehen die ganzen Änderungen flöten. Das erklärt auch, warum wir vorgestern so viel Bundesstraße gefahren sind. Heute versuchen wir es mal mit komoot, meiner Fahrrad-App. Und siehe da, wir bleiben zum allergrößten Teil auf kleinen Straßen und fahren mehr oder weniger an der Küste entlang. Zwischendrin stelle ich dann mal fest, das meine linke Pedalplatte locker ist und mit einer neuen Schraube festgezogen werden möchte. Diesen Wunsch kann ich erfüllen.

   Wir kommen gut voran und gegen 1 zweigen wir vom Weg ab und fahren runter zum Strand. Wunderschön: kaum ein Mensch da, feiner Sandstrand und in der Ferne verschwindet alles im Nebel. Sieht richtig verwunschen aus. Dort unten in der leicht durch die Wolken kommenden Sonne verputzen wir dann unsere lecker Baguettes und genießen die Ruhe.

   Ob das Wasser wohl kalt ist? Wir ziehen die Schuhe aus und tappen runter ans Wasser. Es hält sich temparaturmäßig in Grenzen, das ist auszuhalten, allerdings bring ich Gitta dazu, so weit rein zu gehen, dass die nächste Welle ihre Hose nassmacht. (zum Glück nur die obere Schicht ;-) )

   Mit vollem Magen lässt sich nicht mehr so locker fahren und noch dazu fängt es dann zu nieseln an. Zum Glück aber nur für ein paar Minuten, dann ist der Spuk wieder vorbei und die Sonne kämpft sich durch. Die Rate von offenen und nicht zugänglichen Kirchen bewegt sich heute leider zugunsten der geschlossenen. Schade eigentlich, denn die meisten sehen doch recht süß aus - zumindest von außen.

   Gegen halb vier rollen wir in Guilvinec ein und machen uns auf die Suche nach unserem Nachtquartier bei Bea. Das klappt recht zügig und wir werden von ihr und dem Schäferhund begeistert begrüßt. Wir haben oben das Zimmer und das Bad unter dem Dach und morgen früh gibt es Frühstück (all inclusive...).

   Den Abend verbringen wir mit einem Spaziergang zum Supermarkt und dann mit der Suche nach dem Abendessen. Ist nicht ganz einfach: die einen Kneipen (Bars) sind am zumachen, die Restaurants sind noch nicht offen. Aber nach einem Bier in der Bar finden wir die richtige Tür im Restaurant und schlagen uns den Bauch mit Fisch-Moussaka und Muschen in Knoblauchsauce voll - hmmm. Selten soooo gut gegessen. Danach bleibt uns nur noch, zurück zum Quartier zu tappen und die Füße hochzulegen.

   Morgen geht es dann nach Concarneau - hoffentlich hält das Wetter.