Huah, heute war ich schon um 4 das erste Mal wach.
Die Ohren sagen: Kein Regen. Klingt ja schon mal gut. Eine ganze Weile später schaffe ich es dann doch noch einmal, einzuschlafen. Als wir mit gepackten Koffern unten ankommen, steht das Frühstück schon für uns bereit und Bea ist gerade mit ihrem jungen Schäferhund auf dem Sprung zum Joggen.
Wir genießen erst mal den Kaffee und die Croissants (die wohl eher ich...) und machen uns fertig zur Abfahrt. Nachdem mein Hinterreifen schon wieder kaum Luft hat, gehe ich schnell über die Straße und verwende dort beim Reifenhändler die große Reifen-Luftpumpe. Auch bei der Abfahrt regnet es noch nicht und auch dieses Mal lassen wir uns von der Fahrradapp den Weg weisen. Wie fast jeden Tag geht es auf und ab und man hat immer den Eindruck, es geht eher aufwärts. Am Anfang geht es ziemlich viel über Bundesstraßen, bei denen einem die Autos fast über das Auge fahren, dafür haben sie fast alle einen breiten Seitenstreifen, so dass wir gut vorwärts kommen. Heute ist uns nicht so nach einem Kaffee unterwegs und auch das Wetter ist nicht schön genug, um einen Abstecher an den Strand wünschenswert zu machen. Auch die fast schon obligatorischen bretonischen Kekse genießen wir wir auf einer Bank am Strand, allerdings ist es dort wegen den Wind etwas ungemütlich und wir halten uns nicht lange auf. Einige Zeit später kracht uns aber dann doch der Magen, so dass wir uns im Supermarkt zwei kleine Quiches holen und die auf dem Parkplatz direkt verputzen.
Wir hatten uns gestern schon gewundert, warum eine Steigung in der App so krass markiert ist, heute finden wir aus warum: Das ist ein Gefälle (wie viele Prozent, das macht sich hier keiner die Mühe auszuschildern), das so steil ist, dass wir nach einiger Zeite des Dauerbremsens sicherheitshalber absteigen und die Räder (runter) schieben. Leider geht es direkt daruf wieder rauf und auch die restlichen Kilometer bis Concarneau haben es noch in sich, so dass wir heilfroh sind, als wie endlich am Ortsschild vorbeirollen und die Strandpromenade besichtigen.
Das mit der Wohnungsübergabe funktioniert prima, unser Vermieter ist schon da und weist uns in die Besonderheiten der kleinen, aber süßen Wohnung mitten in der Altstadt von Concarneau ein.
Nach dem Bezug der Wohnung und der ersten Dusche machen wir uns auf die Suche nach etwas essbarem und holen uns im Supermarkt unten am Hafen zwei kleine Steaks, Baguette und Salat. Als wir das im Magen liegen haben, legen wir noch kurz die Füße hoch und fallen dann völlig erschöpft in die Betten. 50km Berg- und Talbahn fordern ihren Tribut. Gut, dass wir für morgen einen Ruhetag eingelegt haben.