Wenn ich köperlich so erledigt bin, dann ist Schlafen manchmal anstrengend, so paradox das klingen mag.

   Auch habe ich gestern wohl etwas zu wenig getrunken, so dass ich während der Nacht mehrmals nach- und abfüllen muss. Mit frischem Baguette, Käse, Salami, Schinken, sowie Kaffee und Grapefruitsaft lässt sich der Tag gut mit einem lecker Frühstück beginnen. Danach machen wir uns auf die Socken, um die Stadt etwas zu erkunden. Also erst in die Markthallen (die allerdings ferienbedingt nicht alle belegt sind) und dann in die Info zur SNCF, um herauszufinden, ob wir morgen mit dem Zug nach Quimper fahren könnten. Einen Zug gibt es nicht, teilt man uns mit, aber einen Bus. Allerdings müssen wir mit dem Busfahrer ausmachen, ob er noch Platz für die Fahrräder hat. Aber zuminest einen Fahrplan bekommen wir. Wir werden es morgen wohl darauf ankommen lassen.

   Eine der Besonderheiten von Concarneau ist die "ville close" - der Teil der Altstadt, der komplett im Wasser steht und von einer alten Stadtmauer umgeben ist. Erinnert mich ein bisschen an Saint-Malo. Dort drinnen gibt es jede Menge Kunsthandwerk, Klamotten, Bars und die unvermeidlichen Creperies. Ist sehr süß gemacht und puppig hergerichtet. Da kann man es eine Weile aushalten, als wir dann langam faul werden, leisten wir uns einen Kaffee und ein Radler in eine Bar.

   Den Weg zur Wohnung legen wir an der Strandpromenade zurück und genießen dort noch eine ganze Weile das Rauschen des Meeres und die Töne der Möwen. Der ganze Ort ist gespickt mit größeren oder kleineren süßen Häuschen, so dass der Spaziergang nie langweilig wird. Auf dem Rückweg decken wir uns noch für das Abendessen ein, so dass wir uns zur Sicherheit noch den Magen für die Radtour morgen früh vollschlagen können. Nachdem meine Hinterreifen schon wieder platt ist, kommt dieses Mal ein neuer Schlauch rein, der sich dann prompt auch gut aufpumpen lässt.

   Ab morgen früh geht es dann langsam auf die Rückreise nach Deutschland, bin schon mal gespannt auf Quimper, der vorletzten Station.