Herrlich, ausschlafen zu können und sich dann auf ein fertiges Frühstück zu freuen.
Das schaffen wir gegen halb zehn und genießen. Bevor wir uns auf die Reise machen, versuchen wir noch, die Bestellungen im Supermarkt abzuhandeln. Das ist gar nicht so einfach, die kleinen Carrefours in Strasbour sind nicht so gut bestückt. Zum Glück gibt es Piment de Cayenne und Batons Berger auch in anderen Läden...
Kurz hinter der Grenze halten wir zuerst am Bahnhof in Kehl. Leider teilt man uns dort mit, dass es keine Zugverbindung direkt nach Schwabach gibt, die uns früher nach Hause bringt. Man könnte uns nur anbieten, von Kehl nach Appenweier zu fahren. Das bringt aber nix, weil wir auf den Zug noch eine Stunde warten müssten. In der Zeit sind wir mit dem Rad auch dort und der Bahnhof in Kehl schaut auch nicht soooo einladend aus.
Nachdem mein Hinterreifen schon wieder etwas schlapp ausieht, steuern wir die erste Tankstelle an. Die große Überraschun an der Esso dort: Luft nachfüllen: 1€, Luftdruck prüfen ist umsonst. Also weiter zur nächsten (ARAL), wo es weniger darum geht, Mehrwert zu verkaufen. Auf der Fahrt nach Appenweier kommt sogar die Sonne ein bisschen raus, und die Strecke liegt schnell hinter uns und nach 20 Minuten warten bringt uns der RE bis nach Baden-Baden, wo uns wieder der Schienenersatzverkehr verwert bleibt. Als die 10km mit dem Rad selbst organisiert. Ist gar nicht so einfach, die Anweisungen aus der Fahhrrad-App mit der Realität unter einen Hut zu bringen, also schalte ich nach kurzer Zeit auf Google Maps um. Das wiederum hat den Effekt, dass wir zwar immer weiter vorwärts kommen, aber zum Teil auch über Schotter- und Feldwege holpern müssen. Aber was uns nicht umbringt, macht uns hart und mit insgesamt nicht nennenswertem Umweg kommen wir doch noch in Rastatt an. Auch dort heißt es wieder: a weng wardn, bis die S-Bahn kommt, der bereitstehende ICE nimmt uns leider nicht mit, auch auf Nachfrage ist niemand bereit, für uns eine Ausnahme zu machen.
Die Fahrt mit der S-Bahn ist ein bisschen abenteuerlich, mit Gepäck kommt man gar nicht durch die Türen und innen ist auch nicht nennenswert viel Platz. Aber sie bringt uns nach Karlsruhe, dem IC (ohne E) entgegen. Dort noch schnell fürs Abendessen eingekauft (Döner und Pide) und ab ins Fahrradabteil. Jetzt noch drei Stunden bis Nürnberg und dann noch den kleinen Hops nach Limbach und dann rufen Dusche, Couch und was zu trinken.