Heute versuchen wir mal, direkt vom Haus weg eine Wanderung zu starten. Ziel ist Paul do Mar unten an der Küste.
Wie zu erwarten geht es stramm bergab und nach kurzer Zeit verlassen wir die Straßen von Faja da Ovelha und gehen wohl den alten Verbindungsweg runter. Nach einiger Zeit sehen wir am Rand eine Ruine und ein altes Rad aus Stahl. Komisch, eine Mühle hat wohl hier oben keiner gebaut. Vielleicht ein Rad einer ehemaligen Seilbahn - keine Anhnung.
Kurz drauf geht der Weg um eine Kurve an einer senkrechten Klippe entlang - ohne jegliche Sicherung wie Zaun oder Seil. Beeindruckend für mich, da kommt auch meine leichte Höhenangst zum Tragen und zu viel für Gitta, so dass wir umkehren und das Auto runter nach Paul do Mar nehmen.
Das geht etwas entspannter und wir laufen durch den süßen kleinen Ort und suchen nach einem Platz, wo wir mal kurz ins Meer springen könnten. Den gibt es auch am Ende des Ortes, allerdings wird direkt daneben die Kaimauer am Hafen abgebrochen, so dass wir uns dagegen entscheiden und lieber ein bisschen den Wand hinauf der Berg wagen. Um uns danach zu stärken, lassen wir uns in einer kleinen Kneipe nieder und gönnen uns ein Bolo de Caco - lecker Knoblauchbrot und dazu für jeden einen Zitronensaft (so was gibt's hier) und eine Flasche Wasser.
So gestärkt laufen wir zurück zum Auto und wagen den zweiten Versuch mit dem Baden und fahren durch den Tunnel in den Nachbarort Jardim do Mar und finden dort auch gleich einen Parkplatz am Ortseingang direkt am Friedhof.
Auch hier laufen wir erst mal durch den Ort, durch kleine Gäßchen und dann wieder zurück auf der (Strand-)Promenade. Wobei das mit dem Strand in Klammern hat so seine Bedeutung, weil die Küste besteht dort nur aus mehr oder weniger großen Steinen.
Am Ende der Promenade führt ein kleiner Weg runter zum Wasser und wir klettern über die großen noch etwas weiter hinüber, wo es so aussieht als ob es etwas kleinere Kieselsteine sind. Dem ist auch so und wir starten den ersten Versuch, wobei wir die Bedenken haben, dass uns die Weller gleich wieder auf die Steine werfen. Auch wenn das Gitta auf allen vieren erst mal nicht wahr haben will, sich aber dann doch von den Wellen überzeugen lässt und ein paar Meter weiter einen zweiten Versuch startet. Das Wasser an sich ist traumhaft klar und auch von der Temperatur her genau richtig. Aber zum Hinlegen am Strand sind die Steine zu unbequem, so dass wir uns bald wieder auf den Weg zurück zum Auto machen.