Eine der Attraktionen haben wir uns für den letzten Tag aufgehoben: Eine Bootsfahrt, um Wale, Delfine und andere Meerestiere zu sehen.
Vor allem die Wale haben es Gitta angetan, weil das in Südafrika nicht geklappt hat. Allerdings war die Verschiebung auf den letzten Tag nicht ganz freiwillig und nur der Tatsache geschuldet, dass wir früher keinen Termin bekommen haben. Wir sind dann auch pünktlich zum vereinbarten Termin am Pier um dort das Angebot zu bekommen, dass wir gerne von der Tour zurücktreten können, wenn wir empfindlich sind für Seekrankheit, es könnte heute etwas Wellen geben. Das bringt uns natürlich in Grübeln und ein Paar aus England streicht daraufhin die Segel und verschwindet wieder. Damit bleiben außer uns noch ein junges französisches Pärchen und eine alleinstehende Französin, die ein ziemliches Mitteilungsbedürfnis hat.
Nach einer kurzen Einweisung geht es dann los auf den Kahn (eine kleine Yacht). Als keiner der Mitfahrer schreit, greife ich kurzentschlossen zu, als es um die Sitzplätze vorne auf dem Deck am Bug gibt und wir beide geben dann die Gallionsfigur für die Tour.
Unser Skipper tuckert langsam raus aus dem Hafen und steht in ständigem Kontakt mit einem Beobachter auf dem Land. Als ersts entdeckt der ein paar angeblich ziemlich seltene Meeresvögel und wir schippern in diese Richtung.
Danach ist erst mal Ruhe und wir dümpeln langsam und träge vor uns hin und warten auf eine neue Sichtung vom Beobachter. Nach einer Weile - Gitta hegt schon Zweifel, ob überhaupt noch was kommt - fahren wir noch ein Stück weiter und tatsächlich sind dann erst aus der Ferne unter den Vögeln Delfine zu erkennen. Auf einmal geht es dann ganz schnell und die Delfine schwimmen kreuz und quer vor unserem Boot herum, ich komme kaum mehr zum Luft holen, so oft drücke ich den Auslöser auf meiner Kamera - ich hoffe, da sind ein paar gute Schnappschüsse dabei.
Bisher hatte ich mit der Seekrankheit nix zu tun, aber der ständige Wechsel zwischen Sucher und realer Welt bringt meinen Magen dann doch etwas zum Grummel. Aber er behält alles für sich. Nach einer Weile verziehen sich die Meeressäuger dann wieder und wir fahren etwas in Richtung Küste, und wolllten eigentlich an einer bestimmten Stelle vom Boot aus Baden gehen, aber die Anwesenheit eines Hammerhais macht unseren Skipper etwas vorsichtig und wir fahren noch ein Stück weiter in Richtung Heimathafen.
Nach einer Weile ist er sich sicher, dass wir sicher sind und wir hüpfen alle mehr oder weniger schnell ins kristallklare Wasser. Leider ist es an der Stelle etwas zu tief, die mitgebrachten Taucherbrillen und Schnorchel lassen keine großen Einblicke zu. Auf einmal fängt der Skipper dann an, auf dem Boot um sich zu fuchteln und bedeutet uns, wieder zurück aufs Boot zu kommen. Des Rätsels Lösung: der Hammerhai war uns auf der Spur. Hat aber keinen von uns erwischt.
Damit endet dann die Tour und wir schippern zurück in den Hafen. Dort gönnen wir uns dann noch einen Drink in der Strandbar, kaufen noch etwas ein und fahren dann erst zum Ausruhen in unser Quartier und dann noch mal hoch nach Ponta do Pargo auf ein letztes Mal zum Essen im O Forno. Morgen geht es dann leider wieder heim.