"Vail - the best place on earth" - das ist der Slogan, den sich die Stadt selbst gegeben hat. Was die Parkplätze anbetrifft, stimmt das mit Sicherheit nicht.
Schon im Internet findet sich die Aussage: "Vail und umsonst hat man schon seit 30 Jahren nicht mehr in einem Satz gesehen". Wir sind aber unerschrocken und marschieren am frühen Morgen in die Tourist Info und fragen nach einen kostenlosen Parkplatz und siehe da: wir bekommen die Aussage, dass es einen solchen gibt, von dem aus man mit dem Bus zurückfahren kann. Den haben sie aber gut versteckt, aber nachdem wir schon aus Vail wieder draußen waren und umgekehrt sind, finden wir den Donovan Park mit seinem Parkplatz.
Dort angekommen, finden wir Gesinnungsgenossen und gemeinsam finden wir dann den Weg zur Bushaltestelle (wobei sich Felix noch mitsamt Skiern auf einer Eisplatte hinlegt). Von der Endstation aus müssen wir dann noch eine Ecke laufen bis zur erste Piste. Hier ist die Auswahl wirklich riesengroß. Das Publikum hier ist aber ein bisschen anders als in Keystone und Copper - hier sind die Leute mit richtig viel Geld unterwegs. Bezeichnenderweise begegnet uns hier der erst Porsche auf unserem Trip. Das macht sich auch in den Liften bemerkbar, hier klappt es nicht ganz so gut mit dem Anstehen und im Lift quatscht einen keiner an.
Aber hier gibt es eine ganze Reihe toller Pisten und wir lassen tempomäßig ziemlich die Sau raus. Von der Burton US open Snowboard-Meisterschaft bekommen wir leider kaum was zu sehen, die fahren sich anscheinend erst mal warm. Die Mittagspause verbringen wir unten im Ort draußen sitzend und vespernd - damit sind wir hier ziemlich allein, die Leute gehen hier lieber in ihren Club (membership required), ich will gar nicht wissen, was das kostet.
Nach der Mittagspause versuchen wir uns in der Bowl, die Hänge, die hinter dem Hauptkamm wieder nach unten gehen. Man muss sich das als eigenes Skigebiet vorstellen, mit eigenen Liften, aber nichts ist präpariert, aber überall sind die verschiedenen Abfahrten ausgeschildert. Das klappt im oberen Abschnitt bei uns sehr gut, nur unten geraten wir in einen Birkenwald (so was gibts bei uns auch nicht in einem Skigebiet), wo wir uns durch die Bäume schlängeln. Wir starten noch einen zweiten Versuch mit einer anderen Piste und die geht um einiges besser (keine Bäume), schafft uns aber ziemlich, so dass wir uns entscheiden, den Nachmittag auf der Piste ausklingen zu lassen.
Am Schluss spazieren wir zusammen mit den Pelzmänteln zur Bushaltestelle, fahren zum Parkplatz (treffen dort die gleichen Leute wie am Morgen) und rollen über die I70 wieder runter nach Silverthorne. Morgen geht es dann nach Breckenride - hoffentlich kommt der schon für heute angesagt Schnee noch.