Heute morgen mussten wir uns hier das erste Mal einen Wecker stellen. Warum? Wie gestern erwähnt (und deswegen zum Geld holen gelaufen) haben wir für heute eine Bootstour entlang der Küste gebucht. Also schnell den Kaffee im Bett, fertig machen und runter zum Frühstück.

   Allerdings sind wir so zeitig aufgestanden, dass wir das wirklich sehr gemütlich angehen konnten und sind dann um Punkt 9 unten am Boot. Nur um dann festzustellen, dass wir doch unsere Handtücher hätten mitbringen sollen. Also noch mal schnell zurück zur Rezeption und zwei Strandhandtücher holen und schon kann es losgehen.

   Unser Skipper ist kurz nach dem Auslaufen so sehr mit dem französisch sprechenden schweizer Pärchen beschäftig, dass er beim Ausfahren aus der Bucht das Boot mal krachenderweise auf einen Stein setzt - na hoffentlich geht das nicht so weiter. Dann geht es weiter raus und weg vom Ufer und plötzlich sehen wir ein paar andere Boote im Kreis und hin- und herfahren. Der Grund erklärt sich schnell von selbst: Delphine. Da sind eine ganze Menge unterwegs, leider kommen sie nicht ganz so nah ans Boot wie auf Madeira, aber die Anzahl ist schon beeindruckend. Maurice, der Schweizer, springt daraufhin auch ins Wasser und fotographiert mit seine GoPro auch unter Wasser munter durch die Gegend. Uns ist das nicht so klar, dass auch wir reinspringen könnten, deswegen mache ich mich mit meiner Kamera auf Foto-Jagd und wir - genauso wie die beiden Mädels aus Englang - bleiben brav an Bord.

   Als wir genug Delphine gesehen haben geht es weiter and Grand Baie vorbei zu einer Buch wo auch eine Reihe anderer Boote ankert. Der Grund hier: Wasserschildkröten. Diesmal ergreifen wir die Gelegenheit, schnappen uns jeder eine der Taucherbrillen mit Schnorchel und gehen rein. Ist schon sehr beeindruckend, eine Reihe von Schildklöten, einen knappen Meter lang schwimmen munter zwischen den Booten und den Leuten durch. Und nicht nur Schildis, nein auch schön bunte Fische, getigerte Meerschlangen und Moränen schwimmer hier durch. Gitta kann kaum genug davon bekommen und bleibt eine ganze Weile länger drin und spielt mit den Schildköten und ich versuche sie von oben vor die Linse zu bekommen - da kommt eine Reihe von Schnappschüssen zusammen, die ich heute Abend erst mal sichten muss.

   Auf dem Rückweg halten wir - neben dem Begutachten von Club Med und anderen Nobelhotels, die uns unser Skipper vorstellt - noch an einer völlig unscheinbaren Stelle und wir dürfen noch mal rein ins Wasser. Diesmal in Mitten eines riesigen Fischschwarm, die wir mit mitgebrachtem Brot füttern können. Die sind sehr skeptisch, was meine Hände anbetrifft, da nehmen sie kaum was weg, sobald ich aber den Brocken loslasse schlagen sie zu und vertilgen das Brot im Nu. Die Fische sind ca 15 cm lang, also keine Gefahr und ziemlich hell nur ab und an ein knallbunter mittendrin. Eine sehr beeindruckende Erfahrung.

   Dann bleibt nur noch die Rückfahrt zur Bucht beim Hotel - dieses mal ohne Aufsetzer und die gut vier Stunden sind im Nu vergangen. Was ich noch vergessen habe zu erwähnen: Nach den Schnorchelgängen, gab es immer einen Schluck aus der Pulle des Skippers: in Rum eingelegte Ananas - lecker! Zwischedurch gab es auch ein Vesper mit Bananen, Papaya und Ananas, so dass wir nicht ganz vom Fleisch fallen.

   Den Nachmittag verbringen wir dann faul auf dem Balkon und vor dem Abendessen gehen wir noch mal runter zum Strand, um den Sonnenuntergang zu genießen. Der fällt aber heute nicht ganz so spektakuär aus wie vorgestern, also schnell wieder hoch aufs Zimmer, umziehen und den Tag mit lecker Abendessen beschließen. Morgen ist dann ein Faulenzertag angesagt.

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