Na bitte - geht doch: heute war ich das erste mal schwimmen im Meer. Aber erst mal der Reihe nach:

Heute morgen habe ich wie versprochen im Wintergarten mein Frühstück bekommen. Nur leider von der Sonne nix zu sehen. Dafür habe ich Gesellschaft von einem Ehepaar aus Lille, das die ganze Woche in meinem Quartier für heute Nacht verbirgt. Mein französisch reicht gerade so, herauszubekommen, dass auch sie den Tag in Granville verbringen wollen. Allerdings fahren sie mit dem Auto hin und nicht mit dem Fahrrad...

Weil ich das Frühstück um 8 akzeptiert habe komme ich heute ziemlich früh los. Dafür ist es aber entsprechend frisch. Es hat auch nur wenig Wind, und ich muss die erste Stunde eine größere Landstraße nehmen und komme dementsprechend gut vorwärts, der Tacho fällt so gut wie nie unter unter 20. Da das Fahren auf der Landstraße nicht so viel Spass macht, mache ich immer wieder Abstecher in Richtung Strand. So wirklich reizt mich aber nix zum Stehenbleiben, erst gegen halb zwölf finde ich eine Mischung aus Galerie und Kunstshop, wo ich mir einen Cafe au lait hole. Ein paar Kilometer weiter finde ich in einem Dorf einen Supermarkt und hole mir Käse und Salami zu meinem Brot und halte in der nächsten Ortschaft am Strand zum Vespern an. Das Wetter ist dort immer noch recht grau und bin ich fast allein. Da ist dann auch nix dabei, sich nach dem Mittagessen auf dem Handtuch ein bisschen lang zu machen. Den größten Teil für heute habe ich hinter mir, ein bisschen Sorgen macht mir ein unregelmäßig auftretendes Geräusch am Fahrrad. Aber so lange es so rollt, geht es noch. Nach einiger Berg- und Talbahn bin ich dann gegen drei in Granville. Am Fährhafen schaue ich nach den Fahrplänen und stelle fest, dass es wirklich nicht so einfach ist mit der Fahrt nach Jersey. Also los, Quartier suchen. Vor knapp einer Stunde war ein Schild mit Zimmern am anderen, aber hier in Granville ist das anders. Unterwegs sehe ich zwei Fahrradläden, wo ich mein Fahrrad untersuchen lassen könnte, Blöderweise haben beide aber Montags zu. Nach einem bisschen Suchen finde ich ein Hotel mitten in der Stadt, zwar ziemlich abgewohnt, aber einigermaßen günstig.

Als das Gepäck vom Fahrrad ist, merke ich, dass der Gepäckträger nicht ganz fest ist, ich gehe mal davon aus, das war die Ursache für das Geräusch. Eine Dusche später mache ich mich auf zum Spaziergang zum Strand und teste dort zum ersten Mal das Meer - sehr erfrischend. Danach aber schnell wieder anziehen und in der Sonne aufwärmen. Morgen geht es weiter Richtung Mont Saint Michel, ein Zimmer dort in der Ecke habe ich mir schon gebucht. Und jetzt: Abendessen!