Nach der kurzen letzten Nacht und der Herumkurverei im Addo-Park haben wir uns heute die Zeit genommen, wieder etwas Schlaf nachzuholen.

   Das war auch bitte notwendig und wir beginnen den Tag mit einem lecker Frühstück in unserem Domizil. Danach lassen wir die Seele noch ein wenig am Splashpool (klingt wie Plantschbecken und ist ungefähr genau so groß, aber mit einem Brunnen als Zulauf.) Gegen zwei machen wir uns dann auf in Richtung Schotia-Park, für den wir heute eine Tour geplant haben. Dazu müssen wir einmal quer durch den Addo-Park. Auf der einen Seite am Eingang klappt das wunderbar, aber auf der anderen Seite will uns der Aufpasser erst zur Kasse schicken und einen Tagespass löhnen lassen. Erst das Bild von Scotia Tours bringt ihn auf andere Gedanken und er lässt uns ohne zu zahlen wieder raus aus dem Park.

   Dort angekommen, erledigen wir erst die Formalitäten und warten dann bei Kaffee und Keksen, bis es losgeht. Punkt 3 holt uns Carl, unser Guide ab und wir fahren zusammen mit vier anderen Gästen in den privaten Park. Dort geht es dann Schlag auf Schlag, zuerst durch den Bereich ohne Raubtiere und wir bewundern Elefanten, Giraffen, Impalas, Nyalas, Gnus, Waterbocks, Nilpferd und Krokodil. Es geht mit Schmackes über Sandwege mit dem Landrover über Berg und Tal, sehr zum größeren und kleineren Vergnügen aller Fahrgäste. Originalton Carl: Da könnt Ihr mal sehen was mit einem Allrad alles geht.

   Nach knapp zwei Stunden ist dann eine Verschnaufpause angesagt und wir bekommen in einem ehemaligen Stall am Feuer noch mal Kaffee, Marmeladenbrötchen und Saft serviert. Und dann geht es auch schon los in den zweiten Bereich, zuerst an den Nashörnern vorbei und dann zu den Löwen. Da liegen zwei Prachtexemplare im Gras und wir fahren bis auf ca. fünf Meter hin. Die beiden sind ziemlich entspannt, aber auf der Lauer und einer der beiden springt sofort auf als unser Guide aus dem Auto aussteigt, legt sich aber gleich wieder hin, als wieder Ruhe einkehrt. Angeblich hat die Löwin vor kurzen noch Junge bekommen, versteckt sich aber mit denen im Unterholz. Die Mutter können wir erahnen, die kleinen bekommen wir aber nicht zu Gesicht.

   Am Ende der zweiten Runde gibt es dann lecker Abendessen im Buschcamp und am Rückweg in der Dunkelheit bekommen wir noch mal Antilopen und die Elefanten im Schein einer großen Lampe zu sehen und auch einen Känguru-artigen Spring-Hasen, der lustig durch die Gegend hüpft.

   Den Heimweg ins Quartier nehmen wir diesmal den längeren Weg um den Addo herum und sind dann gegen zehn wieder zurück. Dort angekommen, nehmen wir noch einen kurzen Schlummertrunk und fallen ins Bett. Morgen geht es dann weiter nach Prince Albert.