OK, das vollgefressene Gefühl von gestern Abend löst sich so langsam auf. Erst mal einen Kaffee und dann lecker Frühstück und der Tag wird geplant.
Auf der Empfehlungsliste unserer Vermieterin steht ein Weingut mit einer Station für Raubvögel - hier können wir also Vögel gucken und Wein probieren. Die Anfahrt dort hin ist nicht weit, es geht durch grüne Hügel, die fast komplett mit Wein bewachsen sind. Parkplätze gibt es auch zu hauf und auf dem großen Gelände ist alles ausgeschildert. Für die Weinprobe ist es noch etwas zu früh, also bewegen wir uns zum Raubvogelgelände. Dort lernen wir zuerst, dass es sich die Station zur Aufgabe gemacht hat, Vögel zu retten, sei es aus privaten Zuchten oder nach Unfällen, und sie dann wieder auszuwildern. Nebenbei verbreiten sie auch ihr Wissen über die Tiere und besuchen auch Schulen oder andere Institutionen.
Als erstes begegnen uns ein paar Babyeulen, die in einer Kiste hocken und eifrig Futter entgegennehmen. Ein Stück weiter gibt es größere Eulen, die man sogar streicheln kann. Dann bietet uns ein Wärter an, mit in einen Eulenkäfig zu kommen und dort eine große Eule zu füttern. Sobald wir das Futter auf einem pilzähnlichen Halter plazieren, kommt der Vogel - kaum zu hören - und schnappt sich die Beute.
Gegen 11 streben wir dann der Flugvorführung entgegen und sehen und vier verschiedene Kandidaten an, die von der Betreuerin vorstellt werden und die auch dem Publikum gegenüber keine Berühungsängste zeigen - ziemlich eindrucksvoll.
Kurz nach Mittag machen wir uns dann auf den Weg zur Weinprobe. Wir entscheiden uns für das kleine Paket - 6 verschiedene Weine - und probieren erst einen Rosé, zwei weiße und dann nach einer Pause noch drei verschiedene rote. Nachdem wir vorher kaum was gegessen haben, geht der auch direkt in den Kopf und die ganze Veranstaltung wird ziemlich lustig. Aus beiden Runden finden wir den jeweils ersten die Besten und beschließen dann spontan, und davon je 6 Flaschen nach Hause liefern zu lassen - in der Hoffnung, dass er dort dann genauso gut schmeckt.
Als sich das alles etwas gesetzt haben, machen wir uns auf zu unserem letzten Quartier etwas außerhalb von Kapstadt. Die Anlage dort stellt sich auch als Hochsicherheitstrakt heraus - ob das Not tut? Aber wir kommen rein und etwas später können wir dann auch noch meine Fingerabdrücke registrieren lassen, mit denen wir dann als Gruppe jederzeit rein und raus aus/in die Anlage können. Nach dem Abendessen fahren wir dann noch runter zum nächsten Strand in der Hoffnung auf einen schönen Sonnenuntergang. Das ist nicht weit, allerdings fällt der Sonnenuntergang nicht ganz so toll aus, da die Sonne von einigen Wolken verdeckt wird und dahinter im Meer versinkt. Morgen geht es dann in aller Frühe auf den Tafelberg in Kapstadt.